Die YouTube-Serie „Wishlist“ gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Produktionen aus Wuppertal. Nicht umsonst widmet die Stadt der Serie und ihren Machern aktuell eine Ausstellung im Rathaus-Foyer. Im vergangenen Jahr wurde die großenteils in Wuppertal aufgenommene Mystery-Serie mit dem „Grimme-Preis“ ausgezeichnet, der zu den den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland zählt. Auch für 2018 war sie erneut unter den Nominierten. Doch im Laufe der letzten Woche wurde die Nominierung plötzlich zurückgezogen. Grund war ein Formfehler, der erst nach der Aufstellung der Wahllisten aufgefallen war.

Die meisten Folgen erst 2018 veröffentlicht

Seit Jahren gilt bei der Nominierung die Regel, dass mindestens 50 Prozent einer Serienstaffel im Jahr vor der Preisvergabe veröffentlicht sein müssten. Und das ist bei „Wishlist“ nicht der Fall. Die zweite Staffel lief am 14. Dezember 2017 an, ihre insgesamt zwölf Folgen waren aber nicht sofort nach dem Start abrufbar, wurden stattdessen im Wochenrhythmus veröffentlicht. Bis zum Jahreswechsel waren so nur drei Folgen online.

2019 eine neue Chance

Ein Fehler, Versäumnis oder gar eine Täuschung seitens der „Wishlist“-Crew war das aber nicht. Das den Preis vergebende Grimme-Institut in Marl spricht ausdrücklich von einem Missverständnis. Für 2019 erhält „Wishlist“ die nächste Grimme-Preis-Chance.