Der Schock sitzt tief, wenn man erkennt, dass die Geldbörse, das Handy oder die Autoschlüssel beim Einkaufsbummel geklaut wurden. Besonders in der Advents- und Weihnachtsmarktzeit haben Taschendiebstähle Hochkonjunktur. Darum heißt es auch Momentan wieder: aufgepasst! Denn Wuppertal gehörte 2016 zu den deutschen Hochburgen des Taschendiebstahls. Bei einer Studie, für die das Internetportal shopping.de die Kriminalstatistiken von 400 Städten und Landkreisen ausgewertet hat, liegt Wuppertal auf Platz fünf des Negativ-Rankings. Danach lag die Taschendiebstahlsquote bei 625 Straftaten je 100.000 Einwohner. Insgesamt 2.187 Diebstähle. Und das bei einer relativ niedrigen Aufklärungsquote von 2,7 Prozent.

Spitzenreiter ist übrigens Düsseldorf. Nirgendwo in der Republik ereignen sich so viele Diebstähle pro Einwohner wie in unserer Landeshauptstadt. Im Jahr 2016 waren es 1.314 Straftaten je 100.000 Einwohner, 8.041 Taschendiebstähle insgesamt. Ähnlich frustrierend sieht es in zahlreichen anderen Städten aus. Berlin auf Platz zwei verzeichnete 1.271 Straftaten je 100.000 Einwohner. Grundlage hierfür sind sagenhafte 44.722 Taschendiebstähle. „Das sindt fünf Anzeigen pro Stunde – statistisch betrachtet“, so die Studie. Es folgen Hamburg (1.032 je 1000.000 Einwohner, absolut: 18.452) und Köln (937 je 1000.000 Einwohner,  absolut: 9.941).

Fakt ist: Deutschland kämpft seit Jahren, mit anhaltend hohen Taschendiebstahlquoten. Mittlerweile werden die Straftaten derart professionell von gut organisierten Diebesbanden durchgeführt, dass bereits die Polizei in Berlin nur noch Diebstahls-Anzeigen nachgeht, die Aussicht auf Ermittlungserfolg haben. Auf den Punkt gebracht heißt das: fast gar nicht.