Schon seit Wochen steht die Filiale der Modekette Biba in der Herzogstraße leer. Der Hintergrund: Nachdem der Versuch, sich in Eigensanierung zu retten, gescheitert ist, stellte das 1963 gegründete Gelsenkirchener Modeunternehmen trotz harter Sanierungsbemühungen seinen Geschäftsbetrieb jetzt endgültig ein. "Eine Investorenlösung kommt nicht zum Tragen", erklärte Insolvenzverwalter Georg F. Kreplin gegenüber der Fachzeitung TextilWirtschaft. Das bedeutet die Schließung aller 130 Biba-Shops und die Kündigung für insgesamt rund 480 Mitarbeiter. 

Die Schließung aller Filialen der Modekette zum Jahreswechsel hat es noch einmal deutlich gemacht: 2017 war für viele Modehändler in den deutschen Innenstädten ein schwieriges Jahr. Und auch 2018 dürfte kaum besser werden. Denn trotz der guten Konjunkturlage wollen viele Bundesbürger in diesem Jahr beim Kauf von Mode sparen, wie aus einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK hervorgeht.

Danach planen 36 Prozent der Bundesbürger 2018, weniger Geld für Bekleidung auszugeben als im Vorjahr. Nur 22 Prozent planen höhere Investitionen in ihre Outfits. Vor allem bei jungen Verbrauchern unter 29 Jahren verliert die Mode demnach an Stellenwert.

Noch niedriger im Kurs steht Bekleidung bei den über 50jährigen. Rund 44 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe wollen ihr Modebudget in diesem Jahr zurückfahren, lediglich 16 Prozent wollen mehr für Bekleidung ausgeben. 

Trotz des Siegeszuges von Textildiscountern wie Primark oder KiK findet noch immer ein großer Teil der Verbraucher - immerhin 43 Prozent der Befragten - Mode zu teuer.