2018: Hoteleröffnung am Fließband haben wir Ende vergangenen Jahres getitelt. Und in der Tat: Den Anfang machte das B&B Hotel am Wunderbau. Am Kolk verwandeln Anke Hartmann und Arnt Vesper das ehemalige Postgebäude in ein „Post Boutique Hotel“. Geplante Eröffnung: noch 2018. Weiter geht es mit dem Gebäude der ehemaligen Dresdner Bank am Kasinokreisel. Auch das wird zu einem Hotel umgebaut und auch hier hoffen die Investoren noch in diesem Jahr auf eine Eröffnung. Fehlt noch das zukünftige Holiday Inn Expres-Hotel am Wall/Ecke Schlossbleiche. Hier liegt man aufgrund äußerer Umstände zeitlich nicht so ganz im Plan. Aber Anfang 2019 soll auch hier der Startschuss fallen. 

Vier neue Hotels mit rund 800 Betten warten dann auf den Ansturm der Gäste. Für Helmut Wilzbach, Inhaber des Vier-Sterne-Superior-Hotels  „Park Villa“ auf den Südhöhen, ist das eine Rechnung mit vielen Unbekannten. „ Wo sollen denn all die Gäste herkommen“, so der erfahrene Hotelier, der unter anderem das Golfhotel Juliana zwischen 1971 und 1989 zu einem der führenden Häuser in der Region gemacht hat. Schließlich fehle das entscheidende Firmen- und Urlaubsgeschäft. Auch werde, wie viele hoffen, die Buchungs- und Eventsituation in Düsseldorf keinen Einfluss auf Belegungen in unserer Stadt haben. „Kein Hotel in Wuppertal kann es sich leisten, allein von der Messe in Düsseldorf zu leben“, weiß Wilzbach. „Zumal die großen Messen wie die Drupa oder die Interpack ja auch nur alle zwei Jahre stattfinden.“ Und auch die „Boot“ lebe vorrangig von den Tagesbesuchern.

Geplant habe man im Übrigen mal wieder nur Mittelmaß. „Alles Zwei- bis Drei-Sterne-Häuser.“ Dabei hätte auch ein 5-Sterne-Haus in unserer Stadt seine Berechtigung. Für Wilzbach wäre das ein erster entscheidender Schritt, das allgemeine Niveau zu haben. Wilzbach: "Wir haben doch einiges zu bieten in unserer Stadt! Doch Gäst,die einen sehr hohen Anspruch haben, übernachten dann doch wohl lieber in Düsseldorf oder in entsptechenden Häusern in der Region." Hier sei bisher eine Chance vertan worden. Bei der zukünftigen Ballung von Zwei-bis Drei-Sterne Häusern befürchtet Wilzbach zudem, dass die Neueröffnungen auf jeden Fall zulasten der schon bestehenden kleinen Hotels gehen werde.