Vor einiger Zeit wurde eine kühne Idee geboren: Der Bau einer Seilbahn. Sie soll vom Hauptbahnhof aus für eine bessere Anbindung der Universität und der Südhöhen sorgen. So die Überlegungen. Die Wuppertaler Stadtwerke wurden beauftragt, die Machbarkeit des Projektes zu überprüfen. Ergebnis: Das Projekt ist umsetzbar und auch wirtschaftlich zu betreiben. Geschätzten Kosten: 50 Millionen Euro. Dagegen machte bekanntlich eine Bürgerinitiative Front. Sie nennt sich "Seilbahnfreies Wuppertal" und stellt den Sinn des Vorhabens in Frage. Es gibt natürlich auch eine Bewegung, die für den Bau wirbt: Die Initiative "Pro-Seilbahn-Wuppertal".

Die ganze Streiterei um dieses Projekt scheint andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen aber nicht von eigenen Seilbahn-Planungen abzuschrecken. So entwickelt die Stadt Oberhausen gerade ein neues Verkehrskonzept für das Centro. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) dazu berichtet, denkt die Stadt Oberhausen dabei über den Bau einer Seilbahn nach! Dies will die WAZ aus dem Fachbereich Verkehrsplanung erfahren haben. Gerade im Advent und an verkaufsoffenen Sonntagen seien die Straßen rund um das Einkaufszentrum verstopft. Ein weiterer Straßenausbau würde keine Besserung bringen, heißt es laut dem Bericht von Seiten der Verkehrsplaner. Deshalb müsse eine ungewöhnliche Lösung her.