Mit der Premiere des Märchenspiels „Hänsel und Gretel“ am Samstag (9.12.) um 19:30 Uhr gibt Generalmusikdirektorin Julia Jones ihren Einstand an der Oper Wuppertal. Im Sommer dieses Jahres hatte die britische Dirigentin ihr neues Amt angetreten. Mit viel Vorschusslorbeeren: The Guardian sprach von „brennender Intensität“ und das Deutschlandradio Kultur schwärmte, wie „luftig und transparent“ sie Mozart gestaltet. An der Berliner Staatsoper dirigierte sie ‚Aida’, ‚La Traviata’ und ‚Le nozze di Figaro’, an der Wiener Staatsoper ‚Die Zauberflöte’, ‚La Bohème’ und ‚Così fan tutte’. In Hamburg unter anderem ‚Macbeth’ und am Royal Opera House Covent Garden ‚Die Zauberflöte’ und ‚Così fan tutte’. Um nur einige Stationen und Aufführungen zu nenen.

In Wuppertal steht nun „Hänsel und Gretel“ auf dem Programm. Die Geschichte der beiden Geschwister die, von den Eltern ausgesetzt,  angstvoll durch den Wald irren, bis sie auf ein Lebkuchenhaus stoßen. Alles droht tragisch zu enden: Sie können der süßen Verlockung nicht widerstehen und tappen in die Falle der Hexe. Eine Geschichte, die den Zusammenhalt der beiden Geschwister Hänsel und Gretel auf die Probe stellt.

Humperdinck schrieb eine zeitlose Märchenoper, in der Kinderlieder ebenso ihren Platz haben, wie der spätromantische Orchesterklang nach dem Vorbild Richard Wagners. In seiner Inszenierung entwirft der Regisseur Denis Krief kraftvoll-poetische Bilder, die Klein und Groß mit auf eine abenteuerliche Reise nehmen, in der Traumwelt und Realität miteinander verschmelzen. Seit der Uraufführung 1893 ist Humperdincks berühmteste Oper über Generationen hinweg ein ungebrochen populäres Opernerlebnis.