Viele Wuppertaler Hobbyköche schicken uns regelmäßig Rezeptvorschläge aus der Region zu. Nicht zuletzt interessieren sich etwa 25% der rund 220.000 aktiven Wuppertaler Facebook-Nutzer für das Thema 'Kochen'. Zusammen mit dem Wuppertaler Küchenspezialisten Sisting klären wir grundlegende Fragen zur Küche. Diesmal: Die Arbeitsplatte.

Auf sie fällt meist der erste Blick in der Küche: die Arbeitsplatte. Deshalb zählt bei ihr neben der Funktion auch das Design. Doch welches Material passt zu mir?

Gängige Materialien für Arbeitsplatten sind Schichtstoff, Naturstein (Granit, Marmor, Schiefer), Quarz-Komposit und Holz. Darüber hinaus kann man noch Beton, Keramik, Mineralstein, Glas oder Edelstahl auflegen. Doch woher weiß ich, welches Material meinen Ansprüchen entspricht? Um einen kleinen Überblick zu bekommen, habe ich für Euch eine kleine Zusammenfassung erstellt.

Schichtstoff, auch bekannt als Kunststoff-Arbeitsplatte:
Diese Arbeitsplatte besteht im Kern aus einer Spanplatte, die in Melaminharz getränkt wird und anschließend unter Hitze und Druck mit einer laminierten Dekorschicht belegt wird. Jene gibt es in allen Dekoren, von uni, über Steinmuster, bis hin zu Holzdekoren. Für jeden Geschmack also etwas dabei.

Die Vorteile einer Kunststoff-Arbeitsplatte liegen auf der Hand: sehr pflegeleicht, härter als Holz und preisgünstig. Es gibt sie mittlerweile ab einer Stärke von 15mm.

Einer ihrer Nachteile ist die geringere Schlag-, Kratz- und Hitzebeständigkeit. Grundsätzlich sollte man bei heißen Kochgeschirr einen Untersetzer verwenden. Beschädigt man die Oberfläche der Platte, z. Bsp. durch ein scharfes Messer, dringt Feuchtigkeit in die Platte und lässt die Spanplatte unwiderruflich quellen. Hier lässt sich auch nichts mehr nacharbeiten.

Naturstein:
Bei Arbeitsplatten aus Naturstein hat man die Wahl zwischen Granit, Schiefer und Marmor. Steine wirken in ihrer Natürlichkeit edel und haben eine unglaubliche Vielfalt in Farbe und Oberflächenmusterung.

Marmor und Schiefer sind eher weiche Steine und besonders empfindlich gegen Kratzer und Flecken. Granit hat dagegen den enormen Vorteil der Hitze- Schnitt- und Kratzunempfindlichkeit und auch Wasser kann ihm in der Regel nichts anhaben. Wichtig ist die dauerhafte Pflege und die immer wieder zu erneuernde Imprägnierung, die die offenen Poren des Natursteins vor äußeren Einflüssen, wie Fett, Öl und Flüssigkeiten schützt.

Grundsätzlich sollte man beim Arbeiten mit Granit trotz der Vorteile immer was unterlegen. Das Messer wird es Euch beim schneiden danken und sollte die Natur doch mal eine Luftblase eingeschlossen haben, würde sich diese bei einem heißen Topf ausdehnen und den Stein zum Reißen bringen.

Besonders schön bei der Verarbeitung ist der Vorteil, dass das Kochfeld und Becken flächenbündig, und letzteres zusätzlich unter den Stein gebaut werden kann.

Quarz-Komposit:
Quarzkomposite bestehen zu 93 Prozent aus Quarz, der mit Acrylharzen zu Platten verbunden werden. Farb- und Dekorstoffe wie Glas oder Spiegelstückchen erzeugen ganz individuelle Optiken. Aufgrund des hohen Quarzanteils ist das Material sehr kratzbeständig, dennoch sollte man dem Messer zu liebe stets ein Schneidbrett unterlegen. Im Gegensatz zum Naturstein, hat die Quarz-Komposit-Platte keine Poren, was das Eindringen von Flüssigkeiten und Keimen vollständig verhindert – ein enormer Vorteil bei der Hygiene in Ihrer Küche. Heißes Kochgeschirr sollte nicht direkt auf der Arbeitsplatte abgestellt werden. Obwohl das Material hitzbeständig ist, sollte auch hier unter heiße Töpfe stets etwas untergelegt werden. Bei sehr hohen Temperaturen kann es zu Veränderungen der Oberfläche kommen.

Da Quarzkomposit im Gegensatz zu Natursteinen keine Poren haben, dürfen hier keine Imprägniermittel benutzt werden. Auch auf aggressive oder scheuernde Mittel sollte verzichtet werden. Warmes Prilwasser reicht vollkommen um die Platte von Fett und Verschmutzungen zu befreien. Eine weiter Pflege ist nicht notwendig.

Holz:
Holz bringt Gemütlichkeit, Wärme und ein gutes Raumklima in die Küche. Es speichert Feuchtigkeit und gibt diese auch wieder an den Raum ab. Dennoch muss man mit zu viel Flüssigkeit, besonders im Spülenbereich aufpassen. Holz saugt, ist dadurch fleckempfindlich und quillt schnell. Daher ist es wichtig, seine Holz-Arbeitsplatte regelmäßig zu ölen und ein zu trockenes Raumklima zu vermeiden Grade im Winter.

Es gibt viele verschiedene Holzarten, die unterschiedliche Härtegrade mit sich bringen. Von der weichen Fichte, bis hin zum sehr harten Bambus ist alles dabei. Man sollte aber bedenken, dass selbst das härteste Holz nicht allzu robust ist und schwere Töpfe und Messer Dellen und Schnitte hinterlassen können. Holz ist bedingt hitzeresistent, sodass heiße Töpfe schnell Verfärbungen oder sogar Brandflecken hinterlassen können. Deshalb ist es wichtig, stets einen Untersetzer für die tägliche Arbeit zu benutzen. Sollte dennoch mal eine kleine Beschädigung am Holz entstehen, kann diese ganz leicht weggeschliffen werden.

Ich finde aber, dass der ein oder andere Fleck, sowie kleine Dellen der Holzplatte mit der Zeit aber erst den richtigen Charme verleihen. Es entsteht eine Patina, die das Leben in der Küche mit sich bringt.

Fazit:
Wisst ihr schon, wie ihr Euch entscheiden würden? Egal, ob der Preis, die Eigenschaften, Haptik oder Optik für Euch entscheidend ist, solltet ihr alles über das Material wissen. Je besser man über das Material informiert ist, umso gezielter kann man es pflegen und umso länger hat man Freude daran.

Grundsätzlich gilt für alle Materialien: zum Schneiden stets ein Brett benutzen, Arbeitsplatte oder Messer werden es Euch danken.

WER SEINE ARBEITSPLATTE LIEBT, DER PFLEGT SIE.
Wenn ihr Euch über die weiteren Arbeitsplattenmaterialien erkundigen möchten, ruft uns gerne an. Wir stehen Euch bei der Wahl Ihrer neuen Platte gern zur Seite.

Eure Sabrina Sisting
Tel: 0202-248010
www.sisting.de