Am 6. September lädt die EBMAS Kampfkunstakademie Schwelm in der Kaiserstraße 55 von 11 bis 13 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Präsentiert werden zwei bewährte Selbstverteidigungssysteme – Wing Tzun und Latosa Escrima – die sich durch klare Struktur, Praxisnähe und jahrzehntelange Tradition auszeichnen.
Sicherheit im Alltag gewinnt an Bedeutung
Die Zahl der Gewaltdelikte und Übergriffe in Deutschland nimmt kontinuierlich zu. Polizeistatistiken dokumentieren seit Jahren eine Zunahme von Körperverletzungen und Bedrohungssituationen, nicht nur in Großstädten, sondern auch in kleineren Gemeinden. Vor diesem Hintergrund wächst das Bedürfnis nach persönlicher Sicherheit. Immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein und im Ernstfall angemessen reagieren zu können.
Kampfkünste wie Wing Tzun und Latosa Escrima bieten mehr als reine Abwehrtechniken. Sie schulen Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen und Selbstbewusstsein – entscheidende Faktoren, um Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen und handlungsfähig zu bleiben. Besonders in Zeiten steigender Unsicherheit stellen sie ein wirksames Mittel dar, Verantwortung für die eigene Sicherheit und die der Familie zu übernehmen.
Wing Tzun und Latosa Escrima: Zwei Systeme mit klarem Konzept
Wing Tzun ist ein Kung-Fu-System, das auf Effizienz und unmittelbare Anwendbarkeit setzt. Seine Prinzipien – das Umleiten von Kraft, der Schutz der Körpermitte, gleichzeitiges Angreifen und Verteidigen sowie das Vermeiden direkter Kollisionen – machen es zu einem wirkungsvollen Selbstverteidigungsinstrument.
Latosa Escrima, ein philippinisches Kampfkunstsystem, basiert auf fünf zentralen Konzepten: Gleichgewicht, Bewegung, Geschwindigkeit, Haltung und Fokus. Durch diesen konzeptionellen Ansatz bleibt es flexibel und vielseitig einsetzbar – unabhängig davon, ob eine Bedrohung mit oder ohne Waffen erfolgt.
Früh beginnen lohnt sich
Die Akademie bietet neben dem regulären Unterricht auch Kinder-Kung Fu an. Ziel ist es, bereits jungen Schülern Werte wie Respekt, Disziplin und Selbstvertrauen zu vermitteln. Gleichzeitig lernen Kinder spielerisch, ihre Bewegungen zu koordinieren und sich in Konfliktsituationen selbst zu behaupten. Ein früher Einstieg schafft somit eine solide Grundlage, von der sie ein Leben lang profitieren können.
Ein Ausbilder mit jahrzehntelanger Erfahrung
Leiter der Akademie ist Sifu Oliver Becker, der seit über 40 Jahren aktiv Kampfkünste betreibt. Nach seinen Anfängen im Judo und Boxen wechselte er 1980 zum Wing Chun und wurde 1986 Schüler des international renommierten Emin Boztepe. Parallel dazu vertiefte er sein Wissen im Kali und Jeet Kune Do.
Seit 1990 trainierte Becker unter Großmeister Rene Latosa im Escrima, bei dem er bis zu dessen Tod im Jahr 2022 lernte. Heute trägt er den 6. Praktikergrad im Wing Tzun und den 4. Technikergrad im Latosa Escrima. Als lizenzierter Vollzeittrainer ist er in den Bereichen Kampfkunst, Fitness und Ernährungsberatung tätig und leitet regelmäßig Seminare auch im internationalen Umfeld.
Einladung an die Region
Der Tag der offenen Tür richtet sich an alle Altersgruppen – vom Kind bis zum Erwachsenen. Besucher haben die Gelegenheit, Unterrichtsformen und Trainingsmethoden kennenzulernen, Vorführungen zu erleben und direkt mit dem Ausbilder ins Gespräch zu kommen.
Besonders für Menschen aus Wuppertal und der umliegenden Region bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie Kampfkunst nicht nur der Selbstverteidigung dient, sondern auch zu mehr körperlicher Fitness, mentaler Stärke und einem sicheren Auftreten im Alltag beitragen kann.
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Tag der offenen Tür in Schwelm: Kampfkunst als Antwort auf wachsende Unsicherheit
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