Am Donnerstag, 29. Januar, lädt die Hochschule für Musik und Tanz Wuppertal um 18 Uhr zu einem besonderen Konzertformat ein. Im Rahmen eines Treppenhauskonzerts präsentiert das Oratorien-Ensemble der Hochschule ein Programm unter dem Titel „O salutaris hostia“, das sich geistlicher Musik verschiedener Epochen widmet.
Im Mittelpunkt steht die lange Tradition kirchlicher Musik als prägender Bestandteil der europäischen Kulturgeschichte. Über Jahrhunderte hinweg waren Kirchen und Klöster zentrale Orte künstlerischen Schaffens, insbesondere in der Musik. Ergänzt wurde diese Entwicklung durch die höfische Kultur, deren musikalische Ausdrucksformen vom Mittelalter bis in die Neuzeit reichten. Zugleich entstanden auch Werke, die bewusst für nichtprofessionelle Ausführende konzipiert waren.
Ein Beispiel dafür ist eine gemeinsam von Gabriel Fauré und André Messager komponierte Messe, die ursprünglich für die einfachen Sängerinnen eines Fischerortes gedacht war. Diese Verbindung von liturgischer Form und volksnaher Musizierpraxis verleiht dem klassischen Ordinarium eine besondere klangliche Prägung und bildet einen programmatischen Schwerpunkt des Abends.
Das Oratorien-Ensemble der Hochschule widmet sich der Interpretation biblischer und liturgischer Texte in Vertonungen aus dem 15. bis 21. Jahrhundert. Unter der Leitung von Wolfgang Kläsener erklingen Werke unterschiedlicher Stile und Zeiten, die den historischen Reichtum geistlicher Musik nachvollziehbar machen.
Die Veranstaltung findet in den Räumen der Hochschule für Musik und Tanz in der Sedanstraße 15 in Wuppertal statt. Der Eintritt ist kostenlos.
Treppenhauskonzert an der Hochschule für Musik und Tanz Wuppertal
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