Der Unterrichtsausfall bleibt in Wuppertal ein strukturelles Problem. Nach aktuellen Zahlen zur Unterrichtsversorgung in Nordrhein-Westfalen wurde im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres lediglich ein Teil des geplanten Unterrichts regulär erteilt. Landesweit lag die Quote bei 78 Prozent und damit unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
Vor diesem Hintergrund wächst die Kritik an der Bildungspolitik des Landes. Die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordnete Dilek Engin sieht in den vorgelegten Daten keinen Fortschritt, sondern vielmehr eine Verschärfung der Situation. Aus ihrer Sicht gehört Unterrichtsausfall für viele Schüler inzwischen zum schulischen Alltag.
Zugleich wird bemängelt, dass die offizielle Statistik ein unvollständiges Bild der Lage vermittle. Insbesondere der Mangel an Lehrkräften, der sich in zahlreichen unbesetzten Stellen niederschlägt, werde in den Auswertungen nicht ausreichend berücksichtigt. Dadurch entstehe der Eindruck einer stabileren Unterrichtsversorgung, als sie tatsächlich gegeben sei.
Angesichts der anhaltenden Defizite fordert Engin konkrete und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Lehrkräftemangels. Ohne strukturelle Verbesserungen drohe sich die Situation weiter zu verfestigen, mit direkten Auswirkungen auf die Qualität des Schulunterrichts in der Region.
Anhaltender Unterrichtsausfall in Wuppertal sorgt für Kritik
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