Innerhalb weniger Tage hat die Polizei in Wuppertal insgesamt 13 Einbrüche und Einbruchsversuche registriert. Die Taten ereigneten sich zwischen dem 5. und 10. Juni an verschiedenen Orten im Stadtgebiet und betrafen sowohl öffentliche Einrichtungen als auch Gewerbebetriebe und Privatwohnungen.
Besonders auffällig ist die Häufung von Einbrüchen in Kindertagesstätten. Vier Einrichtungen wurden innerhalb kurzer Zeit Ziel von Tätern. In der Elberfelder Südstadt löste ein Einbruchalarm die Flucht der Täter aus. In Cronenberg verschafften sich Unbekannte Zugang zu einer Kita, öffneten eine Geldkassette und entwendeten zudem Lebensmittel. Eine weitere Einrichtung im Bereich Distelbeck wurde zwischen dem 5. und 8. Juni heimgesucht; dort verschwanden Unterhaltungselektronik und eine Kaffeemaschine. In Grifflenberg brachen Täter einen Tresor auf und stahlen Bargeld.
Auch Gastronomiebetriebe und Unternehmen waren betroffen. In der Elberfelder Innenstadt drangen Unbekannte in einen Gastronomiebetrieb ein und entwendeten Getränkedosen. Im Luisenviertel wurde über einen aufgehebelten Hintereingang Bargeld gestohlen. An einer Gaststätte am Werth beschädigten Täter einen Türriegel und nahmen Pfandgut mit. In einer Tierarztpraxis am Hofkamp gelangten Einbrecher durch ein gekipptes Fenster in die Räumlichkeiten und entwendeten Bargeld. In der Elberfelder Nordstadt scheiterte ein Einbruch trotz erheblicher Beschädigungen an Rollläden und Fensterscheiben; nach bisherigen Erkenntnissen wurde dort nichts gestohlen.
Darüber hinaus verzeichnete die Polizei mehrere Delikte in Wohngebäuden. An der Eintrachtstraße blieb ein Einbruchsversuch erfolglos. In der Liebigstraße verschafften sich Täter durch eine aufgehebelte Balkontür Zugang zu einer Wohnung. An der Gennebrecker Straße drangen Unbekannte über eine Balkontür im ersten Obergeschoss ein und entwendeten Dokumente. In einem Wohnhaus an der Agnes-Miegel-Straße wurde ein Badezimmerfenster aufgehebelt, anschließend verschwand Bargeld.
Die räumliche Verteilung der Tatorte erstreckt sich über zahlreiche Stadtteile und bestätigt die Erkenntnis der Polizei, wonach sich in Wuppertal keine eindeutigen Schwerpunkte für Einbruchskriminalität ausmachen lassen. Ob zwischen den einzelnen Taten ein Zusammenhang besteht oder dieselben Täter verantwortlich sind, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Ein Blick auf die Kriminalstatistik zeigt, dass die aktuelle Serie zwar auffällt, statistisch jedoch nur leicht über dem Durchschnitt liegt. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Wuppertal 540 Wohnungseinbrüche. Rechnerisch entspricht dies rund eineinhalb Taten pro Tag. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die jüngsten Fälle neben Wohnhäusern auch Kindertagesstätten, Gaststätten und Gewerbebetriebe umfassen.
Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen lag zuletzt bei 14,3 Prozent. Gleichzeitig blieb rund 44 Prozent der registrierten Delikte im Versuchsstadium. Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet dabei ausschließlich bekannt gewordene Straftaten ab. Nicht angezeigte Delikte fließen nicht in die Erhebung ein.
Die Polizei rät Zeugen, bei verdächtigen Beobachtungen umgehend den Notruf 110 zu wählen und keinen direkten Kontakt zu möglichen Tätern aufzunehmen. Hilfreich für die Ermittlungen sind möglichst genaue Angaben zu Aussehen, Kleidung oder verwendeten Fahrzeugen. Betroffene sollten nach einem Einbruch Gebäude zunächst nicht betreten, mögliche Spuren sichern und das weitere Vorgehen mit den Einsatzkräften abstimmen.
Serie von Einbrüchen beschäftigt Polizei in Wuppertal
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}