Nach dem laufenden Neubau der Waldeckbrücke plant die Stadt Wuppertal die umfassende Sanierung der angrenzenden Waldeckstraße. Für die Maßnahme sind rund eine Million Euro veranschlagt. Über die Umsetzung soll der Verkehrsausschuss Ende Juni entscheiden.
Die Waldeckbrücke ist seit März 2025 gesperrt und wird derzeit für rund 6,9 Millionen Euro neu errichtet. Die Fertigstellung ist für den kommenden Herbst vorgesehen. Anschließend soll die Erneuerung der Waldeckstraße erfolgen, die als wichtige Verkehrsverbindung nach Heckinghausen gilt.
Nach Angaben der Stadt befindet sich die Fahrbahn in einem erheblich verschlechterten Zustand. Umfangreiche Risse sowie beschädigte Längs- und Querfugen machen eine grundlegende Instandsetzung erforderlich. Bereits heute gelten auf Teilen der Strecke Geschwindigkeitsbeschränkungen aufgrund der vorhandenen Fahrbahnschäden. Vorgesehen ist, die Asphaltdeck- und Binderschichten auf der gesamten Straßenlänge abzufräsen und anschließend neu aufzubauen.
Kritik gibt es an der zeitlichen Abfolge der Arbeiten. Aus Sicht der Bezirkspolitik hätte die Straßensanierung bereits während der rund anderthalbjährigen Brückensperrung erfolgen können. Da die Arbeiten nun erst nach Abschluss des Brückenneubaus beginnen sollen, müssen Anwohner und Verkehrsteilnehmer voraussichtlich auch über den Herbst hinaus mit weiteren Einschränkungen und Sperrungen rechnen.
Bei der Sanierung setzt die Stadt auf besondere Baustoffe. Die neue Asphaltdecke soll mit aufhellenden Zuschlägen hergestellt werden, um die Sonneneinstrahlung stärker zu reflektieren und die Erwärmung der Fahrbahn zu reduzieren. Damit soll ein Beitrag zur Anpassung an steigende Temperaturen im urbanen Raum geleistet werden.
Zusätzlich ist der Einbau einer lärmmindernden Asphaltdeckschicht vorgesehen. Nach Angaben der Verwaltung kommen zudem teilweise Recyclingmaterialien zum Einsatz, wodurch der Verbrauch von Primärrohstoffen reduziert werden kann.
Vor Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten werden die Wuppertaler Stadtwerke verschiedene technische Einrichtungen im Straßenraum anpassen. Dazu zählen unter anderem Schachtabdeckungen, Schieberkappen, Hausanschlussventile und Hydranten. Gleichzeitig sollen beschädigte Gehwegabschnitte instand gesetzt werden.
Die Bauzeit wird abhängig von den verkehrlich genehmigten Bauabschnitten auf etwa drei Monate geschätzt. Während der Arbeiten muss die vorhandene Fahrbahnbreite weitgehend erhalten bleiben, damit insbesondere die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gewährleistet werden kann. Für den Standort gelten besondere Vorgaben: Nach einem Gerichtsbeschluss dürfen Einsatzfahrzeuge dort ausschließlich mit Blaulicht und ohne Martinshorn ausrücken.
Nicht Bestandteil der Planung ist die Einrichtung eines Radfahrstreifens. Die Stadt begründet dies damit, dass hierfür ein Fahrstreifen entfallen müsste. Zudem lasse sich eine sichere signaltechnische Einbindung eines Radwegs an den Knotenpunkten zur Heckinghauser Straße und zur Straße Rauental nicht umsetzen. In der Bezirkspolitik wird diese Entscheidung kritisch gesehen, da auf der Strecke künftig weiterhin kein gesonderter Schutzbereich für Radfahrer vorgesehen ist.
Für die Finanzierung der Maßnahme sind im Haushaltsplan 2026/2027 jeweils 500.000 Euro in den Jahren 2026 und 2027 eingeplant. Die Umsetzung soll nach Inkrafttreten des Haushaltsplans beginnen. Die konkrete Terminplanung wird im weiteren Verlauf mit dem Neubau der Waldeckbrücke abgestimmt.
Waldeckstraße in Wuppertal-Barmen soll für eine Million Euro saniert werden
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