Wie öffentliche Flächen entlang der Wupper künftig attraktiver genutzt werden können, untersucht ein Projekt zweier Studentinnen der Bergischen Universität Wuppertal. Im Mittelpunkt steht die Wupperwiese neben der Agentur für Arbeit in Unterbarmen, die langfristig zu einem besser nutzbaren Aufenthaltsort am Fluss entwickelt werden soll.
Augusta Muzard und Vanessa Enigk studieren im Masterstudiengang Public Interest Design und beschäftigen sich im Rahmen eines Semesterprojekts mit der Frage, wie die Wupper stärker in das öffentliche Leben der Stadt eingebunden werden kann. Beide verbindet die Überzeugung, dass Flussräume das Stadtbild aufwerten und insbesondere in den Sommermonaten einen wichtigen Beitrag zur Aufenthaltsqualität leisten können.
Muzard lebt seit mehreren Jahren in Wuppertal. Nach einem Studium der Betriebswirtschaft und Sprachen in Frankreich absolvierte sie zunächst ein Erasmussemester in der Stadt und entschied sich anschließend für einen dauerhaften Umzug. Enigk kam nach ihrem Bachelorstudium im Bereich Integriertes Design und einer anschließenden Tätigkeit als Designerin für den Masterstudiengang aus Dessau nach Wuppertal.
Die Umsetzung des Projekts erforderte umfangreiche Vorbereitungen. Neben der Suche nach Fördermöglichkeiten mussten Genehmigungen eingeholt, Kontakte zur Stadtverwaltung aufgebaut und ein geeigneter Standort gefunden werden. Die Wahl fiel schließlich auf die Wupperwiese in Unterbarmen.
Um Ideen für die künftige Gestaltung zu sammeln, luden die beiden Studentinnen am 12. Juli zu zwei geführten Spaziergängen entlang der Wupper ein. Rund 30 Teilnehmer besuchten dabei mehrere Orte am Fluss, darunter auch den Bereich an der Junior-Uni. Ziel war es, gemeinsam Möglichkeiten zu erarbeiten, wie der Zugang zur Wupper verbessert und die Uferbereiche stärker genutzt werden können.
Auf der Wupperwiese entwickelten die Teilnehmer konkrete Vorschläge für eine Aufwertung des Geländes. Vorgeschlagen wurden unter anderem zusätzliche Sitzgelegenheiten, weitere Abfallbehälter sowie ein kleiner Steg, der den direkten Zugang zum Wasser ermöglichen soll.
Ein Teil dieser Ideen soll in den kommenden Wochen gemeinsam mit dem Architekturstudenten Simon Röwekamp umgesetzt werden. Die Ergebnisse werden beim Flussfest am 29. August auf der Wupperwiese vorgestellt.
Geplant ist ein Nachbarschaftsfest mit einem offenen Programm, an dem sich Anwohner und Initiativen beteiligen können. Neben mitgebrachten Speisen sind musikalische Beiträge aus dem Stadtteil vorgesehen. Unterstützung erhält das Projekt unter anderem von der Junior-Uni, dem Wupperverband, dem Unterbarmer Bürgerverein und dem Verein Neue Ufer.
Projekt an der Wupper soll neue Aufenthaltsqualität in Unterbarmen schaffen
Photo by Abstracts photo on Unsplash
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