Der Ausbau des Glasfasernetzes im Wuppertaler Osten kommt weiterhin nur schleppend voran. Obwohl die Hausanschlüsse in Teilen des Stadtgebiets bereits verlegt wurden, warten zahlreiche Anwohner seit Jahren auf die Inbetriebnahme ihrer Anschlüsse. Besonders betroffen ist der Bereich Bracken, wo langsame Internetverbindungen den Alltag vieler Haushalte erheblich beeinträchtigen.
Nach Angaben der Anwohner sind stabile Videokonferenzen häufig kaum möglich, auch das Streaming von Filmen und Serien funktioniert oft nur eingeschränkt. Die Hoffnung auf eine zeitnahe Freischaltung besteht bereits seit mehreren Jahren. Konkrete Termine wurden jedoch bislang nicht genannt, stattdessen wurde wiederholt auf eine baldige Fertigstellung verwiesen.
Für den Glasfaserausbau ist das Unternehmen Greenfiber verantwortlich. Nach Unternehmensangaben liegen die Verzögerungen vor allem an Arbeiten an der Hauptleitung. Zahlreiche Knotenpunkte müssten überprüft und miteinander verbunden werden, bevor das Netz in Betrieb gehen könne. Darüber hinaus seien für Arbeiten im öffentlichen Straßenraum regelmäßig Genehmigungen erforderlich, deren Bearbeitung den Ausbau zusätzlich verzögere.
Die Stadt Wuppertal weist die Verantwortung für die Verzögerungen jedoch nicht zurück, sondern kritisiert insbesondere die Ausführungsqualität der Arbeiten einiger Glasfaseranbieter. Aus Sicht der Verwaltung führen Mängel bei der Umsetzung immer wieder zu zusätzlichem Abstimmungs- und Nachbesserungsbedarf.
Auch die Kommunalpolitik beschäftigt sich inzwischen mit dem stockenden Ausbau. Die SPD hat für den Wuppertaler Osten eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt und möchte unter anderem wissen, welche Maßnahmen gemeinsam mit Greenfiber ergriffen werden, um die Verzögerungen zu verringern und den Ausbau zu beschleunigen.
Greenfiber betont, dass der Ausbau in Wuppertal weiterhin vorangetrieben werde. Die Herstellung der notwendigen Netzverbindungen sei jedoch technisch anspruchsvoll und mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Nach aktueller Einschätzung des Unternehmens soll die Inbetriebnahme der Anschlüsse innerhalb der kommenden Monate erfolgen.
Glasfaserausbau im Wuppertaler Osten verzögert sich weiter
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