Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Wuppertal weiterhin 499 Ausbildungsplätze unbesetzt. Nach Angaben der Agentur für Arbeit entfallen davon neun Stellen auf Hotels, Restaurants und Gaststätten. Darauf macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufmerksam und appelliert an Schulabgänger, die verbleibenden Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu nutzen.
Nach Einschätzung der NGG bestehen auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart weiterhin gute Einstiegsmöglichkeiten. Viele Unternehmen seien bei den Beginnterminen flexibel und ermöglichten einen Ausbildungsstart auch im September oder Oktober. Deshalb sollten Interessenten die kommenden Wochen gezielt für Bewerbungen nutzen.
Die Gewerkschaft empfiehlt Jugendlichen, eine qualifizierte Berufsausbildung einem kurzfristigen Gelegenheitsjob vorzuziehen. Eine abgeschlossene Ausbildung bilde die Grundlage für die berufliche Entwicklung und eröffne langfristig bessere Karriere- und Verdienstmöglichkeiten.
Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs rät die NGG zu einer sorgfältigen Prüfung der Rahmenbedingungen. Neben einer angemessenen Ausbildungsvergütung sei insbesondere ein tarifgebundener Betrieb von Vorteil. Ebenso könne eine Jugend- und Auszubildendenvertretung ein wichtiges Qualitätsmerkmal sein, da sie die Interessen der Auszubildenden vertrete und auf die Einhaltung des Ausbildungsplans achte.
Nach Auffassung der Gewerkschaft trägt eine funktionierende Interessenvertretung dazu bei, Auszubildende vor fachfremden Tätigkeiten und einer unangemessenen Arbeitsbelastung zu schützen. Ziel müsse sein, dass die Ausbildungsinhalte entsprechend des vorgesehenen Rahmenplans vermittelt werden.
Als Beispiel nennt die NGG die Ausbildung im Bäckereifachverkauf. Auszubildende sollten nicht überwiegend mit einfachen Hilfstätigkeiten beschäftigt werden, sondern auch praktische Erfahrungen im Verkauf sowie im Umgang mit Kassensystemen sammeln. Gerade diese kaufmännischen Inhalte seien ein wesentlicher Bestandteil der Berufsausbildung und unverzichtbar für den erfolgreichen Abschluss.
In Wuppertal sind noch 499 Ausbildungsplätze unbesetzt
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