Am Dienstag, 8. September, treffen in Wuppertal junge Musiker aus Deutschland und China zu einem gemeinsamen Kammermusikkonzert zusammen. Im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz an der Sedanstraße präsentieren hochbegabte Nachwuchsmusiker Werke aus drei Jahrhunderten. Der Eintritt ist frei.
Das Konzert bildet den Abschluss der diesjährigen „Tage der chinesisch-deutschen Begegnung der Kammermusik“, die vom 3. bis 7. September in der Landesmusikakademie Hessen in Schlitz stattfinden. Dort arbeiten zwölf junge Musiker im Alter zwischen zehn und 20 Jahren unter Anleitung erfahrener Dozenten in gemischten Ensembles zusammen. Alle Teilnehmer haben bei ihren jeweiligen nationalen Wettbewerben erste Preise gewonnen.
Kooperation seit 2016
Grundlage des Austauschs ist eine 2016 vereinbarte Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Wettbewerb „Jugend musiziert“ und dem chinesischen „China Youth Music Competition“. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und jungen Musikern aus beiden Ländern gemeinsame musikalische Erfahrungen zu ermöglichen.
Ein wichtiger Bestandteil der Kooperation ist der jährlich in Deutschland stattfindende Kammermusikkurs. Neben der gemeinsamen Arbeit der Preisträger gehören auch Jurytätigkeiten bei den chinesischen Wettbewerben zum Austauschprogramm. Deutsche Fachleute wirken dabei an Provinz- und Nationalwettbewerben in China mit.
Die musikalische Leitung des Projekts liegt bei Professor Ulrich Rademacher, der langjähriges Mitglied im Präsidium des Deutschen Musikrats ist. Dirk Peppel, Professor an der Hochschule für Musik und Tanz in Wuppertal, übernimmt die Betreuung der Bläser. Die Streicher werden von Susanne Stoodt betreut, die bis 2025 Professorin an der Musikhochschule Frankfurt war. Für die Pianisten ist Ulrich Rademacher zuständig.
Peppel und Rademacher waren in diesem Jahr als Juroren beim „China Youth Music Competition“ in Peking tätig. Auch Professor Jan Ickert, der in Wuppertal Cello studierte, gehörte der Jury an.
Musik als Verbindung zwischen den Kulturen
Dirk Peppel ist seit 1997 regelmäßig als Konzertmusiker in China tätig und unterrichtet dort seit 2017. Für ihn bildet der Kammermusikkurs den zentralen Teil der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit. Die jungen chinesischen Teilnehmer verbinden mit der Reise nach Deutschland einen besonderen Höhepunkt ihrer musikalischen Ausbildung.
Während des Aufenthalts werden die jungen Musiker von ihren Familien und Übersetzern begleitet. Die gemeinsame Arbeit in den Ensembles soll trotz unterschiedlicher Sprachen einen unmittelbaren kulturellen und musikalischen Austausch ermöglichen. Nach Einschätzung Peppels entstehen dabei nicht nur anspruchsvolle musikalische Leistungen, sondern auch persönliche Verbindungen zwischen den Teilnehmern.
Die Ergebnisse des Projekts werden regelmäßig öffentlich präsentiert. Neben dem Konzert in Wuppertal sind Auftritte unter anderem im Beethoven-Haus Bonn sowie in chinesischen Städten wie Peking und Shanghai vorgesehen.
Konzert in Wuppertal
Für Peppel hat der Auftritt an der Hochschule für Musik und Tanz in Wuppertal eine besondere Bedeutung. Als Professor und Direktor der Hochschule ist er maßgeblich an der musikalischen Arbeit vor Ort beteiligt. Erstmals wird das deutsch-chinesische Projekt mit einem Konzert direkt an der Wuppertaler Hochschule präsentiert.
Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Erwin Schulhoff und Ferenc Farkas. Die Stücke werden in unterschiedlichen Besetzungen vom Duo bis zum Quintett aufgeführt.
Termin: Dienstag, 8. September 2026, 18.30 Uhr
Ort: Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz Wuppertal, Sedanstraße 15
Eintritt: frei
Deutsch-chinesisches Kammermusikprojekt bringt junge Talente nach Wuppertal
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