Wuppertal – Die Zukunft des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes am Neumarkt in Elberfeld nimmt langsam konkretere Formen an. Die Stadt Wuppertal rechnet damit, den bereits vom Rat beschlossenen Erwerb der Immobilie noch in diesem Jahr abzuschließen. Welche Nutzung anschließend in dem Gebäude vorgesehen ist, soll im ersten Quartal 2027 feststehen.
Verhandlungen über Kauf laufen weiter
Der Rat hatte Mitte Juli den Weg für den Kauf des ehemaligen Warenhauses freigemacht. Nach Angaben der Stadt befinden sich die Verhandlungen mit dem Eigentümer inzwischen in der abschließenden Phase. Die Verwaltung geht davon aus, dass der Kaufvertrag einschließlich der notariellen Beurkundung bis zum Jahresende unterzeichnet werden kann.
Eigentümer der Immobilie ist ein US-amerikanisches Konsortium, das bislang nicht öffentlich in Erscheinung getreten ist. Zwischen dem Konsortium und der Stadt war für die Verhandlungen eine Exklusivitätsvereinbarung geschlossen worden. Diese lief Ende August aus und wurde inzwischen verlängert.
Damit kann die Stadt die Gespräche über den Erwerb der Immobilie weiter exklusiv führen. Eine endgültige Einigung über den Kauf steht allerdings noch aus.
Welche Nutzung geplant ist, bleibt offen
Parallel zum Kaufverfahren arbeitet die Verwaltung an einem Konzept für die künftige Nutzung des Gebäudes. Nach Angaben der Stadt werden derzeit verschiedene Nutzungsmöglichkeiten geprüft und miteinander kombiniert. Eine konkrete Festlegung gibt es bislang nicht.
Die Verwaltung will deshalb auch noch keine einzelnen Varianten veröffentlichen. Das endgültige Nutzungskonzept soll nach derzeitiger Planung im ersten Quartal 2027 vorgelegt werden. Anschließend soll sich der Rat mit den Vorschlägen befassen und über die weitere Entwicklung entscheiden.
Diskussion über Vorbild aus Recklinghausen
In der politischen Debatte war zuletzt auch die Nachnutzung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in Recklinghausen als mögliches Beispiel thematisiert worden. Dort wurde eine Kombination verschiedener Angebote umgesetzt beziehungsweise vorgesehen. Dazu zählen unter anderem Wohnen, Kinderbetreuung, Hotellerie, Gastronomie, Dienstleistungen und Angebote der Nahversorgung.
CDU-Fraktionschef Michael Wessel hatte dieses Nutzungsspektrum gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Michael Schulte öffentlich als gelungenes Modell hervorgehoben. Wessel verwies dabei auch auf Kurzzeitpflege und betreutes Wohnen für Senioren. Ob ein vergleichbarer Ansatz für den Elberfelder Kaufhof infrage kommt, ist bislang jedoch nicht geklärt.
Schulte stellte zugleich klar, dass eine solche konkrete Nutzung für das Gebäude am Neumarkt derzeit nicht Gegenstand der Planungen sei.
Fest steht damit bislang lediglich, dass die Stadt verschiedene ergänzende Nutzungsformen untersucht. Welche Kombination tatsächlich vorgeschlagen wird, soll erst mit der Vorlage des Nutzungskonzepts Anfang 2027 bekannt werden.
Wuppertaler Kaufhof: Nutzungskonzept soll im Frühjahr vorliegen
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