„Mit dem Sozial-Ticket bieten wir Ihnen eine preisgünstige Monatskarte, die von allen genutzt werden kann, die bestimmte soziale Leistungen erhalten. Voraussetzung für die Nutzung des Sozial-Ticket ist die Ausstellung eines Berechtigungsausweises durch den Leistungsträger der Sozialleistung.“ So beschreiben die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) auf ihrer Homepage die für 37,80 Euro angebotene Monatskarte für Bedürftige. Das reguläre Ticket 1000 kostet im Abo rund 22 Euro mehr. Mit dem Sozialticket können die Berechtigten ganztags durch die Stadt und abends und am Wochenende VRR-weit den kompletten ÖPNV nutzen.

Land will Zuschüsse zurückfahren

Dieses Ticket steht jetzt auf der Kippe. Die NRW-Landesregierung plant bis 2020 die hierfür gezahlten Zuschüsse von zurzeit 40 Millionen Euro jährlich stufenweise bus auf Null zurückzufahren. Das trifft in Wuppertal rund 13.000 Nutzer, 2016 waren es im gesamten VRR-Gebiet rund 165.000.

Die Sozialverbände, zum Beispiel der Wuppertaler Verein Tacheles, aber auch die Grünen/Bündnis 90 laufen Sturm gegen die Pläne der Laschet-Regierung, die die ersparten Zuschüsse in den Straßenbau investieren will. Peter Vorsteher, Grünen-Stadtverordneter und Mitglied in der VRR-Verbandsversammlung, sagt dazu: „Es ist ein Skandal, dass die Landesregierung bei denjenigen einsparen will, die auf Unterstützung bei der Teilhabe an Mobilität angewiesen sind.“

Die Wuppertaler Stadtwerke geben zu den Plänen keine Stellungnahme ab. Auf Anfrage von Wuppertal-total antwortete WSW-Pressesprecher Holger Stephan: „Das ist eine politische Diskussion zu der wir als Verkehrsunternehmen keine Stellung beziehen.“