2018 sollten die Arbeiten am neuen Döppersberg abgeschlossen sein. Daraus wird nun offenbar nichts. Denn gleichzeitig mit der Zusage der deutschen Bahn die Wuppertaler Seilbahnpläne zu unterstützen, kam auch die überraschende Mitteilung, dass das Staatsunternehmen das komplette Gebäude-Ensemble einschließlich des maroden Wuppertaler Hauptbahnhofs verkaufen will. Das widerspricht allen bisherigen Ankündigungen, das Gebäude zu sanieren, um es danach wieder zu nutzen. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Kommunikation zwischen Stadt und Bahn nicht funktioniert.

WSW tun sich schwer

Wuppertals Kämmerer hat einen Kauf bereits abgelehnt, und auch die Wuppertaler Stadtwerke tun sich mit der neuen Situation schwer. Sie wollen sich, so Pressesprecher Holger Stephan in einem Beitrag der Lokalzeit Bergisches Land des WDR, im Frühjahr dazu äußern. Oberbürgermeister Andreas Mucke verneinte hier zwar die Frage, ob er sich erpresst fühle, sagte aber im WDR: „Das hätte man seitens der Bahn auch vor Jahren schon so einstielen können. Die Situation und der Leerstand (des Gebäudes, Red.) sind ja nicht neu.“

Baubeginn nicht vor 2019/20

Derzeit rechnet die Stadt damit, dass die Arbeiten am historischen, aber komplett maroden Empfangsgebäude nicht vor 2019/20 beginnen, der Döppersberg also auf Jahre noch Baustelle bleiben wird. „Das ist ein unschöner Zustand, der einer Großstadt und auch der Bahn nicht würdig ist“, sagte Mucke im WDR-Interview.