Auch weiterhin gibt’s „dicke Luft“ im Tal. Wuppertal gehörte auch 2017 zu den 70 deutschen Städten, in denen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid dauerhaft überschritten wurden. Die von Oberbürgermeister Andreas Mucke befürchteten und unbedingt abzuwendenden Diesel-Fahrverbote drohen also weiterhin.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat mitgeteilt, dass sich die Luft in einigen Städten so verbessert habe, dass dort keine kritischen Werte mehr gemessen würden. Der Jahresmittelwert in Wuppertal hat sich jedoch nicht verändert: 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft sind erlaubt, 49 wurden im Durchschnitt an der Gathe in Wuppertal-Elberfeld gemessen. Genausoviel wie 2016. Damit gehört die Schwebebahnstadt sogar zu den wenigen Großstädten, in denen sich die Situation überhaupt nicht verbessert hat.

Bremen und Dresden müssen keine Fahrverbot mehr fürchten

In den Städten mit den höchsten Messwerten München, Stuttgart und Köln ist die Stickstoffdioxid-Konzentration dagegen rückläufig. Bremen und Dresden sind sogar schon da, wo Wuppertals OB mit seiner Kommune hin will: Sie waren beim Kampf gegen die Luftverschmutzung so erfolgreich , dass anders als an der Wupper an Weser und Elbe ein Diesel-Fahrverbot jetzt kein Thema mehr ist.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Wie vom Umweltbundesamt im Sommer 2017 geschätzt, werden die Maßnahmen des Diesel-Gipfels mit Software-Updates und Umtauschprämien nicht ausreichen, um die Luft in den Städten so zu verbessern, dass die Grenzwerte überall eingehalten werden. Wir brauchen dringend die Hardware-Nachrüstung der Autos und leichten Nutzfahrzeuge.“