Die Mission ist erfüllt. Der Bergische HC hat den sofortigen Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga bereits geschafft. Jetzt soll noch die Meisterschaft als „Sahnehäubchen“ oben aufgelegt werden. Im Gipfeltreffen gegen den Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim haben die „Löwen“ am Freitagabend (4. Mai) um 19 Uhr in der Solinger Klingenhalle die Chance dazu. Bereits ein Unentschieden würde dem Team von Cheftrainer Sebastian Hinze zum Titel genügen.

Der ist vor der Bietigheimer Stärke allerdings gewarnt. „Wir wissen, was für Kräfte es freisetzen kann, einen Matchball zu haben“, sagt Hinze – und meint damit, dass sich auch die Gäste in diesem Spiel mit einem Sieg den Traum erfüllen können, die Bergischen in die erste Liga zu begleiten. Übrigens: Mit einiger Wahrscheinlichkeit würde ein Remis für das Erreichen der Ziele beider Teams langen.

Bietigheim überzeugt seit Monaten

Sportlich überzeugen die Württemberger seit Monaten. Nach der 22:33-Heimniederlage gegen den BHC am 24. November 2017 hat die Mannschaft nur zwei Partien verloren. „Bietigheim hat eine enorme Stabilität“, sagt Hinze. „Torhüter Domenico Ebner ist dabei ein ganz wichtiger Faktor.“ Dazu ist der Löwen-Coach beeindruckt von den Spielmacher-Qualitäten von Felix König.

Hinze plant kleinere Veränderungen im eigenen System, um den Gegner nicht zum Kontern kommen zu lassen. „Darin sind sie einfach extrem stark - auch über die zweite Welle“, weiß der Coach. Die Motivation im BHC-Kader ist nach wie vor enorm. „Wir haben die ganze Woche sehr konzentriert trainiert“, berichtet „Seppl“ Hinze. „Ich glaube, gegen einen solchen Gegner fällt es auch etwas leichter als zum Beispiel vor dem Spiel gegen die HSG Konstanz.“ In Hinzes Kader werden voraussichtlich Jan Artmann und Jonas Dell fehlen. Dell laboriert noch immer an einer Entzündung im Ellbogen, Artmann hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen.

Linksaußen Marcel fehlt wahrscheinlich

Bietigheims scheidender Trainer Hartmut Mayerhoffer hat zunächst einmal ein Nahziel für die Partie am Freitag ausgegeben: „Wir wollen uns möglichst gut präsentieren und es vor allem besser machen als im Hinspiel.“ So werden die Schwaben einigermaßen entspannt in Solingen antreten. Immerhin beträgt das Punktepolster auf den Tabellendritten neun Punkte. Fehlen wird der SG aller Voraussicht nach Martin Marcec. Der kroatische Linksaußen soll nach einem Zusammenprall mit Teamkollege Paco Barthe beim 36:29-Erfolg gegen Wilhelmshaven noch geschont werden.

Erneut voll könnte es beim absoluten Topspiel der Liga in der Klingenhalle werden – die Partie steuert im Vorverkauf auf die 2.000er-Marke zu. Die Tageskassen öffnen am Spieltag um 17.30 Uhr. Für die Wuppertaler Handballfans steht der kostenlose BHC-Busshuttle mit zwei Verbindungen um 17.27/18.07 Uhr ab Zoo/Stadion und um 17.30/18:10 Uhr ab Sonnborner Ufer zur Verfügung. Zurück nach Wuppertal geht es um 21 Uhr.