Erndtebrück war gestern. Der Wuppertaler SV brachte im Derby gegen RW Essen eine ganz andere Qualität auf den Platz des Zoo-Stadions als noch vier Tage zuvor und gewann am Ende völlig verdient mit 3:1 (1:1).

Per Fallrückzieher zum Ausgleich

Vor der ansprechenden Kulisse von über 5.600 Zuschauern – die Stadt hatte mit weniger als 5.000 gerechnet – gerieten die Gastgeber Mitte der ersten Halbzeit durch einen abgefälschten Schuss von Cedric Harenbrock in Rückstand. Mit einem wahren Traumtor kam der WSV zum Ausgleich – und zurück ins Spiel. Nach einem Freistoß hämmerte Enzo Wirtz das Spielgerät per Fallrückzieher unter die Latte. 1:1 kurz vor der Pause. Glück hatte der WSV, dass Dowidat nach einem taktischen Foul nicht noch in der ersten Halbzeit Gelb-Rot sah.

Fast 20 Minuten Unterzahl

Aber die Wuppertaler gerieten unmittelbar nach dem Seitenwechsel doch in Unterzahl, nachdem Tjorben Uphoff, bereits in der 12. Minute verwarnt, nach einem taktischen Foul Gelb-Rot sah. Wirkung zeigte das nicht. Denn Wirtz vollendete unmittelbar danach eine Hereingabe zum 2:1. Der nummerische Gleichstand wurde nach Gelb-Rot gegen Essens Zeigler erreicht.

Die Essener kamen nun zu einigen Chancen, die aber Sebastian Wickl im WSV-Tor zu vereiteln wusste. Dafür kam Auftritt Nummer drei von Enzo Wirtz: Der Mann des Abends sorgte mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung.

  • WSV: Wickl – Windmüller, Uphoff, Heidemann, Pytlik, Dowidat (46. Cirillo), Wirtz, Topal (88. Grebe), Pagano, Schünemann (79. Blum), Kramer.
  • Tore: 0:1 (22.) Harenbrock, 1:1, 2:1, 3:1 (40., 48., 80.) Wirtz.