Warum kam die Hilfe für den im Spiel des WSV gegen Uerdingen verletzten KFC-Spieler so spät? Christian Müller hatte gute zehn Minuten mit einer offensichtlichen Kopfverletzung auf dem Rasen gelegen, bis er endlich in ärztliche Behandlung gebracht wurde (wir berichteten). Auch der Gastgeber-Verein zeigte völliges Unverständnis über den Ablauf. Jezt liegt eine offizielle Stellungnahme des Wuppertaler SV vor. Hier der Wortlaut:

„Zunächst einmal gelten unsere Genesungswünsche Christian Müller. Darüber hinaus haben auch wir mit großem Unverständnis gesehen, dass die erforderliche Trage nicht von den bereitstehenden Sanitätern, sondern von Mitarbeitern des WSV auf das Spielfeld gebracht werden musste. Auch dafür, dass der Notarzt erst mit großer Verspätung bei dem Verletzten war, obwohl mehrere Mitarbeiter des WSV auf die dringende Notwendigkeit seiner Anwesenheit ... hingewiesen haben, ist für uns völlig unverständlich.

Die Verantwortlichen des WSV haben sich direkt mit dem Einsatzleiter in Verbindung gesetzt, um den Sachverhalt möglichst schnell aufklären zu können. Der WSV hat rechtzeitig alle notwendigen Einsatzkräfte bestellt und sie waren auch vor Ort. Dass sie nicht umgehend eingegriffen haben, ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar und muss lückenlos aufgeklärt werden.Der WSV wünscht jetzt aber erst einmal Christian Müller alles Gute."

Update 06.11.2017

Laut Augenzeugen standen mehrere Einsatzwagen vor dem Stadion, parkten sich aber gegenseitig zu. Der WSV habe bereits vor dem Spiel 16 Sanitäter sowie einen Notarzt angefordert, doch ihr Verbleib und ihr mangelndes Eingreifen sind weiter unklar. Die Malteser wiesen inzwischen jegliche Anschuldigungen zurück und positionierten sich hinter ihren Einsatzkräften.

Dem verletzten Christian Müller gehe es mittlerweile wieder besser, er erlitt mehrere Brüche im Gesicht.