Seit Montagabend (8. Januar) hat sich die Welt im Vereinsbad des SV Neuenhof um 90 Grad gedreht. Statt auf den hier üblicherweise abgeleinten 25-Meter-Bahnen in Nordost-/Südwestrichtung wird seither auf 50-Meter-Bahnen in Nordwest-/Südostrichtung geschwommen. Grund für die „Umleinung“ ist die Tatsache, dass das Schwimmsport-Leistungszentrum (SSLZ) wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten voraussichtlich noch bis April 2018 geschlossen bleibt und der SV Neuenhof den „ausgelagerten“ Sportlern vornehmlich der Top-Schwimmer der SG Bayer viermal pro Woche „Asyl“ bietet. Die bereiten sich hier unter anderem auf die kommendem Wettkämpfe und Meisterschaften, wie ein Internationales Meeting in Luxemburg vor, das am 28./29. Januar auf der 50-Meter-Bahn ausgetragen wird.

Viele Neuenhof-Mitglieder verärgert

Gar nicht begeistert von den Einschränkungen durch die Änderung in ihrem Bad, die viele als einschneidend betrachten, sind zahlreiche Mitglieder des SV Neuenhof. Vornehmlich diejenigen, die jeden Tag – zum Teil seit Jahrzehnten – hierher zum Schwimmen kommen. Zumal die Änderung doch erheblich von dem abweicht, was der Vorstand in einer „Sonderinformation“ im September 2017 angekündigt hatte. „Ab Januar 2018 werden in der Zeit von 15 bis 18.30 Uhr 50-Meter-Bahnen gespannt“, ist dazu im Internet nachzulesen. Tatsächlich aber sollen die sechs abgespannten Bahnen nun bis zum Ende des Winterschwimmens am 18. März bleiben.

Eine Frage stellen sich die Neuenhof-Mitglieder auch: Wie kann man in einem nur rund 80 Zentimeter tiefen Wasser eine Rollwende ausführen? In einschlägigen Foren werden hierfür mindestens 120 Zentimeter genannt. Am Nichtschwimmerende des Bades sind es aber eben nur 80 ...