Aktionisten der Gruppierung ‚widersetzen Bergisches Land‘ haben die CDU-Kreisgeschäftstelle in Barmen demoliert. Ursache ist der misslungene Vorstoß der CDU zu Flüchtlingspolitik, bei welchem – neben der FDP – auch AfD-Mitglieder im Bundestag ihr Votum abgaben.
Nachfolgend die unveränderte (!) Pressemitteilung der Gruppierung ‚widersetzen Bergisches Land‘:
Heute Nachmittag hat die lokale widersetzen-Gruppe vor der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Wuppertal Barmen zu einer Beerdigung eingeladen, um Abschied zu nehmen von einer Idee, die einst für viele Hoffnung und Orientierung bedeutete: der Christlich Demokratischen Union. Die Buchstaben, die einst für „Christlich“ und „Demokratisch“ standen, haben in den letzten Tagen eine tiefgreifende Wandlung erfahren.
Am Dienstag, mit der Unterstützung der sogenannten „Alternative für Deutschland“, wurde im Bundestag ein Antrag zur Verschärfung der Migrationspolitik verabschiedet, der nicht nur die Grundwerte der CDU in Frage stellt, sondern auch die Prinzipien, die unser Land zusammenhalten. Die Forderungen nach dauerhaften Grenzkontrollen, Einreiseverboten für Schutzsuchende und der Inhaftierung ausreisepflichtiger Personen sind nicht nur ein Angriff auf die Menschenwürde, sondern auch ein Bruch mit den christlichen Werten, die wir hochhalten sollten.
Symbolisch werden die Buchstaben „C“ und „D“ zu Grabe getragen. In einer vor Ort verlesenen Grabrede heißt es: „Wir müssen uns fragen: Was bleibt von der Christlichen Demokratie, wenn wir die Menschen, die in Not sind, abweisen und ihre Rechte mit Füßen treten? Wo bleibt die Solidarität, die uns als Gesellschaft auszeichnet? Die Entscheidung, die Dienstag getroffen wurde, hat nicht nur Auswirkungen auf die Menschen, die zu uns kommen, sondern auch auf das Bild, das wir von uns selbst und unseren Werten haben. In diesem Moment müssen wir innehalten und reflektieren. Die CDU, die einst für eine Politik der Mitte, des Ausgleichs und der Menschlichkeit stand, hat sich in eine Richtung bewegt, die viele von uns nicht mehr erkennen können.“
Die Pläne der CDU unter Friedrich Merz sind ein direkter Angriff auf unsere Grundrechte und Ausdruck einer rassistischen Politik im Stil der AfD. Wieder einemal werden die Konservativen zu Wegbereitern der Faschisten.
In der Grabrede heißt es weiter: „Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass die Ideale von Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe nicht in Vergessenheit geraten. Möge dieser Abschied nicht das Ende, sondern der Beginn eines neuen Weges sein, auf dem wir für eine Politik eintreten, die alle Menschen respektiert und schützt.“
Nachdem sich bereits am Dienstag spontan 800 Menschen als Reaktion auf die Pläne der CDU vor dem Barmer Rathaus versammelt und auch dem CDU-Parteibüro einen lautstarken Besuch abgestattet haben, hat das Bündnis Wuppertel stellt sich quer für den 8. Februar um 13 Uhr erneut eine Demonstration unter dem Leitsatz „Nicht wieder ist jetzt: Demokratie und Menschenwürde sind nicht verhandelbar!“ am Willy-Brandt-Platz angemeldet. Bei Wuppertal stellt sich quer machen sich neben den Studis und Omas gegen Rechts, Aufstehen gegen Rassismus und weiteren Wuppertaler Akteur:innen auch die lokale widersetzen-Gruppe gegen Faschismus stark.
widersetzen ist ein bundesweites Aktionsbündnis, das Aktionen des massenhaften zivilen Ungehorsams gegen den AfD-Bundesparteitag am 11. Januar 2025 in Riesa durchgeführt und damit verhindert hat, dass ungestört faschistische Politik gemacht werden kann. Zu widersetzen gehören Gewerkschaften, antirassistische und antifaschistische Initiativen und Organisationen, Klimabewegte, NGOs und viele mehr.
Mit freundlichen Grüßen
widersetzen Bergisches Land