Anhaltendes Müllproblem belastet Quartier an der Konsumstraße

Wtotal/CCA


In einem gewerblich geprägten Bereich von Wuppertal sorgt zunehmende Vermüllung seit geraumer Zeit für Unmut unter den Anwohnern. Besonders betroffen ist die Konsumstraße, wo sich entlang von Fahrbahn, Parkflächen und Grünstreifen regelmäßig Abfälle ansammeln. Neben Verpackungsresten finden sich dort auch abgestellte Müllsäcke, Sperrgut und vereinzelt Altreifen.
Nach Beobachtungen von Astrid Kind de Mercedes hat sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Die Verschmutzungen treten demnach in kurzen Abständen erneut auf, selbst nachdem Bereiche gereinigt wurden. Besonders problematisch ist die Lage an einer Böschung, von der Abfälle auf die darunter verlaufende Nordbahntrasse gelangen könnten. Der Weg wird häufig von Spaziergängern und Schulkindern genutzt, wodurch neben dem ästhetischen auch ein sicherheitsrelevanter Aspekt entsteht.
Hinweise aus der Nachbarschaft deuten darauf hin, dass Müll wiederholt unerlaubt abgeladen wird, teils aus Fahrzeugen heraus, vor allem in den Abendstunden. Auch neben Depotcontainern abgestellter Sperrmüll trägt zur Belastung bei. In den wärmeren Monaten hinterlassen zudem Besuchergruppen an nahegelegenen Aufenthaltsbereichen regelmäßig Abfälle, was die Entwicklung weiter verstärkt.
Die zuständigen Stellen sind nach eigenen Angaben wiederholt tätig geworden. Sowohl die AWG als auch der ESW verweisen darauf, dass gemeldete Bereiche gereinigt und im Rahmen turnusmäßiger Kontrollen überprüft werden. Zeitweise hätten jedoch witterungsbedingte Prioritäten, insbesondere der Winterdienst, zusätzliche Einsätze erforderlich gemacht. Meldungen zu konkreten Ablagerungen gingen zuletzt im Sommer 2025 ein, wobei bei regulären Reinigungen auch angrenzende Flächen einbezogen würden.
Im Umfeld der ehemaligen Konsumgenossenschaft stehen darüber hinaus augenscheinlich länger ungenutzte Fahrzeuge auf einem Parkplatz. Sollten diese keine Zulassung mehr besitzen, kann ihre Entfernung erfahrungsgemäß einen längeren Verwaltungsprozess nach sich ziehen.
Kommunalpolitisch wird das Thema ebenfalls aufgegriffen. Nach Einschätzung der SPD in der Bezirksvertretung Barmen stellt die Müllsituation sowohl in der Konsumstraße als auch in benachbarten Bereichen ein ernstzunehmendes Problem dar. Fraktionssprecher Kevin Zorle sieht Handlungsbedarf und strebt gemeinsam mit der Stadtverwaltung Maßnahmen an, die über kurzfristige Reinigungen hinausgehen und eine dauerhafte Verbesserung bewirken sollen.
Aus der Nachbarschaft kommt der Vorschlag, ansässige Unternehmen, Eigentümer und Bewohner stärker zu vernetzen, um gemeinsam präventive Lösungen zu entwickeln und die betroffenen Flächen nachhaltiger zu sichern.

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