Eine mysteriöse Einladung macht die Runde. Vom „nächsten Meilenstein in der jüngeren WSV-Geschichte“, den er ankündigen wolle, ist auf der Internetseite des Wuppertaler SV die Rede. Am Montag (18. Dezember) soll das Geheimnis im Barmer Bahnhof gelüftet werden. „In den letzten Monaten hat die Vision WSV2020 eine völlig neue Dynamik gewonnen. Was das ganz konkret bedeutet, werden wir am 18.12.2017 im Barmer Bahnhof erläutern und anschließend gebührend feiern. Seien Sie live dabei, wenn wieder rot- blaue Geschichte geschrieben wird“, heißt es fast verschwörerisch auf wsv1954.de .

Und auch einen Ablaufplan hat der Verein veröffentlicht: 18 Uhr Einlass, 18.30 Uhr Beginn der Präsentation „Weiterentwicklung der Vision WSV2020“; 19.30 Uhr Start der „1. rot-blauen Xmas-Party“. Für nur vier Euro Eintritt (Mitglieder zwei Euro) ist man dabei. „Wir sind sicher, dass Sie nach der Präsentation davon überzeugt sind, dass diese vier Euro gut angelegt sind und sich der Besuch im Barmer Bahnhof gelohnt hat“, macht der WSV mehr als neugierig und setzt noch einen drauf: „Wir freuen uns auf ihr überraschtes Gesicht, wenn die Ergebnisse vorgestellt werden.“

Dach für die Gegengerade

Was steckt hinter der Geheimnistuerei? Die Westdeutsche Zeitung (WZ) hat Vorabinformationen erhalten und veröffentlicht diese in ihrer Ausgabe vom Donnerstag (14. Dezember). Danach soll hinter der Gegengeraden des Stadions am Zoo ein Tagungszentrum und gleichzeitig ein Dach für die der Tribüne gegenüberliegenden Zuschauerplätze entstehen. Noch seien die Pläne in der Frühphase, doch gegenüber der WZ hat Oberbürgermeister Andreas Mucke bestätigt: „Wir sind von dem Projekt sehr angetan.“

VIP-Logen, Gastronomie und Konferenzräume

Das Objekt, das multifunktional genutzt werden soll – unter anderem mit VIP-Logen, Gastronomie und Raum für Tagungen und Konferenzen – soll von privaten Investoren errichtet werden, die auch ein Parkhaus eingeplant haben. Fraglos ist, dass das im Eigentum der Stadt stehende Stadion  dadurch eine erhebliche Aufwertung erfahren würde. Und das, ohne dass der Kämmerer hierfür Geld in die Hand nehmen müsste ...