Autobahnlärm in Wuppertal-Wichlinghausen: Lärmschutz bis 2028 geplant

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Wuppertal. Der Abschnitt der A46 bei der Anschlussstelle Wichlinghausen zählt mit täglich rund 67.000 Pkw und 11.000 Lkw zu den stark frequentierten Verkehrsadern in Nordrhein-Westfalen. Für die Anwohner bedeutet dies eine erhebliche Lärmbelastung, zumal bislang keinerlei Lärmschutzmaßnahmen in diesem Bereich vorhanden sind. Im Zuge umfangreicher Sanierungsmaßnahmen ist nun der Bau von Lärmschutzwänden bis spätestens 2028 vorgesehen.

Die Wohngebiete entlang der Märkischen Straße und des Nickhornwegs sind besonders betroffen. Dort trennen lediglich einfache Holzbalkenzäune die Grundstücke von der stark befahrenen Autobahn. Neben der stetigen Lärmbelastung stellt dies ein Sicherheitsrisiko dar, insbesondere für Kinder und Tiere. Auch strukturelle Schäden an Wohngebäuden – wie Risse infolge von Erschütterungen durch den Schwerlastverkehr – wurden bereits festgestellt.

Die Situation wirkt sich nicht nur auf die Lebensqualität der Anwohner aus, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen. Der anhaltende Lärm führt dazu, dass Investitionen in Immobilien unterbleiben. Der Wohnwert der betroffenen Gebiete ist dadurch erheblich gemindert.

Bereits Ende 2022 wurde beschlossen, den Lärmschutz im Rahmen eines umfassenden Erneuerungsprogramms entlang der A46 deutlich auszubauen. Neben dem Bau neuer Lärmschutzwände umfasst das Vorhaben auch die Erneuerung von Straßenbelägen mit lärmminderndem Asphalt sowie die Instandsetzung und den Neubau mehrerer Brückenbauwerke.

Seit Herbst 2022 laufen vorbereitende Arbeiten. Anfang 2023 wurde mit dem Bau einer Regenwasserbehandlungsanlage begonnen, die Anfang 2024 abgeschlossen wurde. Zwischen März 2024 und Anfang 2025 entstand zudem eine neue Lärmschutzwand an der Tank- und Rastanlage Sternenberg-Süd in Fahrtrichtung Dortmund, parallel wurde eine bestehende Stützwand verstärkt.

Derzeit erfolgen Maßnahmen zur Erneuerung der Entwässerungseinrichtungen in Fahrtrichtung Dortmund. Im Sommer 2025 beginnt zudem der Neubau stark beschädigter Brücken in Richtung Düsseldorf. Ab Sommer 2027 folgen entsprechende Arbeiten in Fahrtrichtung Dortmund.

Laut Angaben der Autobahn GmbH wäre eine Sanierung mehrerer Brückenbauwerke – darunter an der Anschlussstelle Wichlinghausen sowie an den Übergängen „Schellenbeck“, „Marklandstraße“ und „Nordpark“ – wirtschaftlich nicht vertretbar. Stattdessen ist ein vollständiger Neubau vorgesehen. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Topografie des Abschnitts dar: Die Autobahn liegt dort deutlich höher als das angrenzende Gelände, was den verfügbaren Raum für Bauarbeiten erheblich einschränkt und potenziell zu Verkehrsbehinderungen führen kann.

Die vollständige Erneuerung der bestehenden Lärmschutzwände in Fahrtrichtung Düsseldorf ist für Ende 2026 geplant. Der Bau neuer Schutzwände in Fahrtrichtung Dortmund soll im Herbst 2028 beginnen. Die Umsetzung der Maßnahmen ist für die betroffenen Anwohner ein bedeutender Schritt hin zu einer spürbaren Entlastung von Lärm und Erschütterungen im Alltag.

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