Die Stadt Wuppertal erhält für das Projekt „Wuppertaler Klimagipfel – es geht steil bergauf“ Fördermittel in Höhe von 1.612.500 Euro aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid nahm Oberbürgermeisterin Miriam Scherff am 13. März von der Parlamentarischen Staatssekretärin Sabine Poschmann entgegen, die im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen tätig ist.
Mit den Fördermitteln soll ein Vorhaben umgesetzt werden, das Klimaanpassung und Naherholung miteinander verbindet. Ziel ist es, zentrale Grünflächen im Wuppertaler Norden stärker miteinander zu vernetzen und zu einem zusammenhängenden Natur-, Erlebnis- und Erholungsraum weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Nordbahntrasse, der Kaiser-Wilhelm-Hain und der Mirker Hain. Entwickelt wurde das Projekt im Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal, das auch die federführende Umsetzung übernimmt.
Der Plan umfasst mehrere Maßnahmen, mit denen sowohl ökologische als auch städtebauliche Ziele verfolgt werden. Ein zentraler Bestandteil ist die Verbesserung der Wegebeziehungen zwischen bestehenden Grünanlagen. Neue und optimierte Verbindungen sollen insbesondere für den nicht motorisierten Verkehr entstehen und die Freiräume besser miteinander verknüpfen. Dadurch soll ein zusammenhängendes Netz entstehen, das Bewegung, Aufenthalt und Naturerlebnis miteinander verbindet.
Darüber hinaus ist im Kaiser-Wilhelm-Hain die Entwicklung eines klimaresilienten Zukunftswaldes vorgesehen. Ergänzend dazu soll ein Wald- und Klimalehrpfad eingerichtet werden, der Naturerlebnis und Umweltbildung miteinander verbindet.
Ein weiterer Baustein betrifft die Umgestaltung eines ehemaligen Sportplatzes. Die Fläche soll künftig als Retentionspark dienen, der Regenwasser aufnehmen und zurückhalten kann. Gleichzeitig ist vorgesehen, den Bereich als Aufenthalts- und Bewegungsraum für die Bevölkerung zu gestalten.
Die Stadtverwaltung will das Projekt ressortübergreifend umsetzen und dabei mit Partnern aus Umwelt- und Wasserwirtschaft sowie mit Vereinen und Initiativen zusammenarbeiten. Auch eine Beteiligung der Bevölkerung ist vorgesehen. Die Planungsphase und erste Beteiligungsformate sollen noch im Jahr 2026 beginnen. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Fertigstellung und Eröffnung des Projekts für 2028.
Hintergrund der Initiative sind zunehmende klimatische Belastungen, die auch in Wuppertal spürbar geworden sind. Dazu zählen unter anderem längere Hitzeperioden, Trockenphasen und Starkregenereignisse. Mit dem Projekt soll auf diese Entwicklungen reagiert werden, indem Grünflächen stärker vernetzt, neue Aufenthaltsräume geschaffen und Maßnahmen zur Vorsorge gegen extreme Wetterlagen umgesetzt werden.