Drogenhandel in Wuppertal im großen Stil: Hochsicherheitsprozess in Düsseldorf gestartet

Karl-Heinz Meurer/CCA

Düsseldorf/Wuppertal – Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf beginnt am 3. Februar ein umfangreicher Prozess gegen vier Personen aus Wuppertal und vier weitere Angeklagte aus Dortmund und Castrop-Rauxel. Ihnen wird vorgeworfen, als Teil eines international agierenden Drogenhandelsnetzwerks im Auftrag der kalabrischen Mafia-Organisation ‚Ndrangheta sowie albanischer Tätergruppierungen Kokain in großem Stil geschmuggelt zu haben.

Hochsicherheitsprozess gegen acht Angeklagte
Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten zur Last, zwischen Februar 2018 und November 2022 in mehr als 50 Fahrten insgesamt 880 Kilogramm Kokain transportiert zu haben. Dabei sollen sie präparierte Fahrzeuge genutzt haben, um die Drogen aus den Niederlanden und Belgien zu holen, in Verstecken zu deponieren und zu Zielorten in Italien zu bringen. Die mutmaßlichen Transporte sollen unter der Leitung eines der Angeklagten erfolgen, die laut Ermittlungen als Kopf der Gruppe agiert haben sollen.

Dieser Hauptanklagte soll die Fahrten geplant und fünf weitere Beschuldigte als Kuriere eingesetzt haben. Für ihre Tätigkeit sollen die Kuriere pro Kilogramm Kokain mindestens 150 Euro erhalten haben, wobei ein Teil dieser Summe an als Beifahrer eingesetzte Komplizen ausgezahlt worden sein soll.

Zusätzlich wird dem Hauptangeklagten vorgeworfen, mit Amphetamin gehandelt sowie zusammen mit zwei Mitangeklagten eine illegale Cannabis-Plantage betrieben zu haben. Insgesamt sollen die Drogengeschäfte Einnahmen von rund 2,2 Millionen Euro erzielt haben.

Sicherheitsvorkehrungen und geplante Verhandlungstage
Der Prozess wird unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Hochsicherheitsgerichtssaal des OLG Düsseldorf verhandelt. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Alexander Schräder hat 23 Verhandlungstage angesetzt

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