Am Freitag, 24. Oktober, laden die Zentralbibliothek und die Stadtteilbibliothek Barmen zum „Tag der Bibliotheken 2025“ ein. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – vom Lego-Bauen über ein besonderes Autokino bis hin zu einer Autorenlesung am Abend. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Kreativität und Spiel in Barmen
In der Stadtteilbibliothek Barmen dreht sich am Vormittag und Nachmittag alles um Spiel und Fantasie.
Von 10 bis 18 Uhr können Kinder ab fünf Jahren beim „Bauen mit Lego“ ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Aus den bunten Steinen entstehen Häuser, Fahrzeuge, Brücken und viele andere fantasievolle Konstruktionen.
Ein besonderes Erlebnis für die Jüngsten bietet um 15 Uhr das „Autokino in der Bibliothek“. Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren sind eingeladen, mit ihrem eigenen Bobby Car oder Laufrad zu kommen. In der Bibliothek erwartet sie ein Bilderbuchkino auf großer Leinwand – fast wie im echten Autokino, nur im Kleinformat.
Fotos, Lesen und Literatur in der Zentralbibliothek
In der Zentralbibliothek stehen kreative und literarische Angebote im Mittelpunkt.
Zwischen 10 und 17 Uhr öffnet der Green-Screen-Bereich in der Kinder- und Jugendbibliothek. Hier können Besucher vor unterschiedlichen Hintergründen fotografiert werden – ob im Weltraum, auf einem Piratenschiff oder in einem Schloss. Wer möchte, kann sich passend verkleiden und das Erlebnis so noch realistischer gestalten.
Am Nachmittag lädt die Bibliothek zur Silent Reading Party ein. Von 15 bis 19 Uhr verwandelt sich der Romanraum in der ersten Etage in einen stillen Leseort. Besucher bringen ihr eigenes Buch mit und lesen in entspannter Atmosphäre gemeinsam mit anderen. Wer danach den Austausch sucht, kann dies mit bereitliegenden Lesezeichen signalisieren und über das Gelesene ins Gespräch kommen.
Zeitzeugnis und Literatur: Lesung von Carlos Ampié Loría
Den Abschluss des Tages bildet um 19 Uhr eine Lesung mit dem nicaraguanischen Autor Carlos Ampié Loría in der zweiten Etage der Zentralbibliothek. Er stellt seinen Roman „Fremd bin ich und ich bin es gerne“ vor – ein autobiografisch geprägtes Werk, das die Erfahrungen eines jungen Sandinisten in der DDR schildert.
Das Buch beschreibt die Jahre nach dem Sieg der Revolution in Nicaragua 1979, als der Autor zum Studium in die DDR kam. Seine Erinnerungen führen von der Sprachausbildung in Wernigerode über die Facharbeiterausbildung in Rostock bis hin zu Studienjahren in Leipzig. Ampié Loría zeichnet ein vielschichtiges Bild vom Leben in der DDR aus der Sicht eines ausländischen Studenten – geprägt von Solidarität, kulturellen Unterschieden und persönlichen Begegnungen.
Die Lesung findet in Kooperation mit dem Informationsbüro Nicaragua e. V. statt.
Mit diesem vielseitigen Programm bietet der „Tag der Bibliotheken 2025“ Einblicke in die lebendige Vielfalt moderner Bibliotheksarbeit – als Ort der Begegnung, Kreativität und Literatur.