Am heutigen Montag, den 24. März, beginnt die Einrichtung der Baustelle an der Gesamtschule Langerfeld. Dazu werden unterhalb der Mensa Baucontainer und ein Bauzaun aufgestellt. Damit demnächst der Baukran errichtet werden kann, wurden Bushaltestellen verlegt, der Gehweg gesperrt und über zwei Zebrastreifen auf den gegenüberliegenden gelenkt.
Im ersten Bauabschnitt wird der nördliche Teil von Haus 3, bisher nur partiell viergeschossig, vollständig aufgestockt. Dazu muss das Dach zunächst schadstoffsaniert und bis auf die Rohdecke zurückgebaut werden, der Kopf des Treppenhauses muss verändert werden. Weil die Baumaßnahme bei laufendem Betrieb erfolgt, geht das nur, wenn wegen der Abiprüfungen weniger Klassenräume belegt sind. In den Osterferien wird das bisher oberste Geschoss von Haus 3 freigezogen, bis zum Beginn des neuen Schuljahres muss es wieder in Nutzung gehen.
Im zweiten Bauabschnitt wird der westliche Teil von Haus 2 freigezogen und abgebrochen. Hier entsteht ein vierstöckiger Neubau. Außerdem wird es saniert und durch einen riegelförmigen Baukörper erweitert. Anschließend wird der nördliche Teil von Haus 3 freigezogen und im dritten Bauabschnitt saniert und parallel die Mensa im südlichen Querriegel um einen eingeschossigen Baukörper ergänzt. Nach Neubezug von Haus 3 wird im vierten Bauabschnitt der sogenannte Pavillon abgebrochen, sodass über die neu gestalteten Außenbereiche eine bessere Verbindung zu den anderen Gebäuden und dem Stadtteilzentrum entsteht.
Die bisher heterogene Struktur des Gebäudekomplexes wird auf zwei Fassadentypen reduziert. Für alle Gebäudeteile ist eine Vorhangfassade mit Aluminiumbekleidung geplant. Die Bestandsgebäude nehmen sich in ihrer Farbgebung zurück, die neu errichteten sind etwas auffälliger. Im Innenraum werden beide Häuser als zusammenhängender Komplex einheitlich gestaltet.
Alle Gebäude sollen so energieeffizient sein, dass sie annähernd Passivhausstandard erreichen. Wo es die Statik zulässt, werden Dächer begrünt und mit Photovoltaikanlagen versehen. Die Wärmeversorgung läuft weiterhin über das Nahwärmenetz.
Der Mindestluftwechsel wird über eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sichergestellt. Wenn Planung, Vergabe und Bau ungestört verlaufen und keine Überraschungen bei der Schadstoffsanierung oder anderswo auftauchen, könnte Anfang 2030 der Schulbetrieb in allen sanierten und neuen Gebäuden aufgenommen werden.
Bis Mitte 2031 könnten auch die Außenanlagen fertiggestellt sein. Aktuell ist von Gesamtkosten in Höhe von 64,5 Millionen Euro auszugehen – einschließlich rund 1,3 Millionen Euro für die bereits abgeschlossene Teilsanierung der Mensa.
Einrichtung der Baustelle zur Sanierung der Gesamtschule Langerfeld startet
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