Manfred Rekowski wird heute 60 Jahre alt. Dass er einmal höchster Repräsentant der zweitgrößten evangelischen Kirche in Deutschland, der im Rheinland (EKiR), werden würde, war dem am 11. Februar 1958 in Polen geborenen Wahl-Wuppertaler nicht in die Wiege gelegt: „Wahrscheinlicher war damals, dass ich Landwirt in den Weiten Masurens werde“, sagt Rekowski auf der Internetseite der EKiR. Aber als der Junge fünf Jahre alt war, verließ seine Familie ihren Bauernhof und siedelte in die Bundesrepublik über. Erste Stationen dort waren Gladbeck und Honrath im Rhein-Sieg-Kreis.

Der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland lebt seit 36 Jahren in Wuppertal. Lange Jahre arbeitete er als Pfarrer in Wichlinghausen und war Superintendent im Kirchenkreis Barmen und später im neu gebildeten Kirchenkreis Wuppertal. Heute feiert Rekowski den Geburtstag mit der Familie, einen offiziellen Empfang der Landeskirche gibt es nächste Woche.

Als Barmer Superintendent hat er daran mitgewirkt, dass durch die Schenkung eines Teils des Grundstücks der Gemarker Kirche an die Jüdische Kultusgemeinde der Neubau der Bergischen Synagoge möglich wurde – am historischen Ort der Barmer Theologischen Erklärung.

In Wuppertal hat Rekowski auch andere Spuren hinterlassen, sichtbare Spuren seines theologisch begründeten Engagements für die Bewahrung der Schöpfung: Schon 1999 hat der Kirchenkreis Barmen mit allen Kirchengemeinden einen Rahmenvertrag zum Bezug von grünem Strom abgeschlossen. 16 Solaranlagen auf Kirchen und Gemeindehäusern entstanden. Und bis heute fährt Rekowski in Wuppertal sein mit Solarstrom betanktes Elektromobil.