Ein ganztägiger Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr wird am Freitag, 20. März 2026, in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zu erheblichen Einschränkungen führen. Die Gewerkschaft ver.di erhöht damit im laufenden Tarifkonflikt mit den kommunalen Arbeitgebern erneut den Druck. Betroffen sind rund 30.000 Beschäftigte der Nahverkehrsunternehmen.
In Wuppertal wird insbesondere der Fahrdienst des Betriebshofs Varresbeck bestreikt. In der Folge kommt es in den zugehörigen Einsatzgebieten zu deutlichen Ausfällen und Einschränkungen im Linienverkehr. Der Großteil der Buslinien wird an diesem Tag nicht verkehren, auch der Schülerverkehr im gesamten Stadtgebiet entfällt.
Ein Teil des Busangebots bleibt jedoch bestehen. Nicht vom Streik betroffen sind unter anderem die Linien 332, 602, 604, 606, 608, 612, 614, 616, 617, 618, 622, 624, 627, 628, 632, 637, 638, 640, 642, 644, 646, 648, 669 sowie die NachtExpress-Linien NE1 bis NE8. Ergänzend werden zahlreiche Einsatzwagen eingesetzt, darunter die Linien E801 bis E935. Einschränkungen kann es teilweise auf den Linien 615, 641 und NE15 geben.
Andere Verkehrsangebote bleiben stabil. Die Schwebebahn verkehrt planmäßig, ebenso der On-Demand-Verkehr, TaxiBus-Angebote und Anruf-Sammeltaxis. Auch die Kundencenter bleiben geöffnet.
Hintergrund des Streiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen. Nach zwei Verhandlungsrunden liegt bislang kein aus Sicht der Gewerkschaft tragfähiges Angebot vor. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen Entlastungen bei Arbeitszeiten und Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 24. März 2026 in Bochum angesetzt.
Erneuter Warnstreik legt Busverkehr in Wuppertal weitgehend lahm
Daniel H/CCA