Freibad Mählersbeck öffnet erst 2026: GMW räumt Fehler ein

Freibad Mählersbeck (Foto: wuppertal-total.de)

Verzögerte Bauarbeiten, Mehrfachausschreibungen ohne gültige Gebote und Schlechtwetter: alles Gründe, dass der Zeitplan zur Sanierung des einzigen verbliebenen städtischen Freibades völlig aus den Fugen geriet. In einer umfassenden Aufarbeitung zu den Verzögerungen räumte nun das Gebäudemanagement der Stadt (GMW) auch eigene Fehler ein: zu späte Kommunikation, zu wenig fokussierte Zeitplanung und unterschätztes Terminrisiko. Die Frage ist auch, wie die Versäumnisse der Vergangenheit künftig vermieden werden können.
Gab es beim Ortstermin im Oktober 2024 noch die Chance, das Freibad Mählersbeck in der Saison 2025 zu öffnen, teilte der Auftragnehmer des Holzrahmenbaus Mitte November mit, dass die Gebäude erst Anfang 2025 fertig werden. Wegen der daraus resultierenden deutlichen Verschiebung des Fertigstellungstermins hatten Oberbürgermeister und Sportausschuss einen detaillierten Zeitplan gefordert, aus dem ersichtlich ist, wie die erneute Verzögerung des Fertigstellungsdatums und der Kommunikation zustande kam. Sowohl der Oberbürgermeister als auch der Ausschuss hatten zudem einen Maßnahmenkatalog für 2025 gefordert, um die weiteren Arbeiten ohne neuerliche Verzögerungen abzuwickeln.

Diese Übersicht hat das GMW jetzt vorgelegt. Darin wird dargelegt, dass oben genannte Faktoren dafür sorgten, dass die für 2025 angekündigte Eröffnung nicht zu halten ist. Das GMW räumt ein, zu wenig Wert auf einen laufend aktualisierten Terminplan gelegt und den Dominoeffekt eines gestörten Bauablaufes unterschätzt zu haben. Dazu kam, dass Politik und Öffentlichkeit zu spät über die aktuelle Entwicklung informiert wurden.
Damit der Umbau des Bades nun glatt läuft, hat das GMW den Bauprozess neu organisiert. Es gibt jetzt wöchentlich den festen Termin bei der Abteilungsleitung Bauprojektmanagement. „Aufgabe des interdisziplinär zusammengesetzten Teams (Hochbau, Technik und Außenanlagen) ist es jetzt, die Arbeiten auf der Baustelle möglichst parallel und ohne weitere Reibungsverluste abzuwickeln“, so Tobias Palm, Abteilungsleiter Bauprojektmanagement GMW. Sport- und Bäderamt und GMW haben zum Abschluss des Jahres gemeinsam entschieden, dass in diesem Jahr nur der Probebetrieb stattfinden kann, das Bad aber erst im Mai 2026 für die Öffentlichkeit geöffnet wird. Die vier Millionen Fördermittel aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur wurden bereits verlängert und sind nicht gefährdet.

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