Gericht verhängt Geldstrafe gegen Klimaaktivisten nach Straßenblockade

Dimitri Kamaras/CCA



Wuppertal – Wegen einer Straßenblockade im Rahmen einer Klimademonstration ist ein 24-jähriger Mann vom Amtsgericht Wuppertal zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht setzte die Strafe auf 60 Tagessätze zu je 20 Euro fest.

Der Vorfall ereignete sich am 1. Juni 2024 im Bereich der Kreuzung Herzogstraße/Kasinostraße. Der Angeklagte hatte sich an einer Protestaktion unter dem Motto „Stoppt fossile Subventionen“ beteiligt. Dabei legte er sich gemeinsam mit weiteren Aktivisten auf die Fahrbahn, um gezielt den Verkehrsfluss zu unterbrechen.

Laut Anklage führte die Blockade dazu, dass der fließende Verkehr vollständig zum Stillstand kam. Die Demonstrierenden folgten auch nach wiederholter Aufforderung der Polizei nicht der Anweisung, die Fahrbahn zu räumen. Erst nach rund 30 Minuten beendeten Einsatzkräfte die Aktion, indem sie die Beteiligten von der Straße trugen.

Das Gericht wertete das Verhalten des Angeklagten als Nötigung, da durch die Blockade gezielt in den Straßenverkehr eingegriffen worden sei. Die Verhängung einer Geldstrafe wurde unter anderem mit der Dauer der Aktion und dem Umstand begründet, dass der Protest trotz eindeutiger polizeilicher Anweisungen fortgesetzt wurde.

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