Großrazzia gegen internationalen Drogenhandel in Wuppertal

Anka/CCA



Ermittler der Staatsanwaltschaft Traunstein und des Zollfahndungsamtes München haben bei einem groß angelegten Einsatz in Wuppertal insgesamt 636 Kilogramm Kokain sowie zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt. Die Durchsuchungen fanden am 15. und 16. April 2026 statt und richteten sich gegen ein mutmaßlich international agierendes Drogennetzwerk.

Nach Angaben der Behörden entdeckten die Einsatzkräfte die Drogen in einer Gewerbeimmobilie an der Linderhauser Straße. Das Kokain war hinter einer eigens konstruierten Doppelwand versteckt. Im Zuge des Zugriffs wurde ein 50 Jahre alter Hauptverdächtiger festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, den Standort als Lager für Betäubungsmittel betrieben und Schmuggeltransporte mit präparierten Fahrzeugen organisiert zu haben.

Darüber hinaus nahmen die Beamten zwei weitere Männer im Alter von 33 und 39 Jahren direkt vor Ort fest. Gegen alle drei Beschuldigten wurde Untersuchungshaft angeordnet.

An dem Einsatz waren rund 130 Kräfte von Zoll, Bundeskriminalamt und Bundespolizei beteiligt. Die Ermittlungen reichen nach Behördenangaben bis Anfang 2025 zurück. Ausgangspunkt war demnach eine Drogenkontrolle in Bayern, aus der sich Hinweise auf die mutmaßliche Tätergruppe ergeben hatten.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll Wuppertal als zentrales Logistikzentrum für die Lagerung und Verteilung des Kokains innerhalb Deutschlands genutzt worden sein.

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