Wuppertal – In den frühen Morgenstunden des 6. Juli haben Spezialeinheiten der Polizei insgesamt acht Objekte in Wuppertal durchsucht. Ziel der koordinierten Maßnahme waren fünf Wohnhäuser sowie drei gewerblich genutzte Räume. Neben Gebäuden an der Höhne in Barmen und an der Schwarzbach in Oberbarmen war auch ein Objekt in Viersen von der Aktion betroffen. Mehr als 200 Polizeikräfte waren an dem Einsatz beteiligt.
Im Zuge der Durchsuchungen wurden zwei Männer im Alter von 23 und 35 Jahren aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen. Gegen beide richtet sich der Verdacht des illegalen Waffenhandels. Ein weiterer 35-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig in Gewahrsam genommen. Alle drei Personen wurden noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt.
Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Osnabrück geführt, da der Schwerpunkt der mutmaßlichen Straftaten in deren Zuständigkeitsbereich liegt. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, unerlaubt Schusswaffen transportiert und weiterverkauft zu haben. Hinweise deuten darauf hin, dass es sich um organisierte Durchfuhrgeschäfte gehandelt haben könnte.
Im Rahmen der Razzien wurden mehrere Waffen sowie größere Mengen an Munition sichergestellt. Die beschlagnahmten Beweismittel befinden sich nun in der Auswertung. Angaben zur Art der sichergestellten Waffen sowie zu den persönlichen Hintergründen der Tatverdächtigen liegen bislang nicht vor. Ob ein bandenmäßiger Zusammenhang besteht oder Widerstand gegen die Festnahmen geleistet wurde, ist derzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Die Aktion war Teil eines längerfristig vorbereiteten Einsatzes der Bundespolizei und wurde nach mehreren Stunden abgeschlossen. Die Strafandrohung bei besonders schwerem Verstoß gegen das Waffengesetz kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren nach sich ziehen.
Großrazzia in Wuppertal: Ermittlungen wegen mutmaßlichen Waffenhandels
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