Alle Zoogäste, die den männlichen Darwin-Nandu in den letzten Tagen vermisst haben, können unbesorgt sein: Er hat sich in den Stall zurückgezogen, weil er dort ein Nest gebaut hat und brütet. Der 5-jährige Hahn war im März aus dem Zoo Riga in den Grünen Zoo gekommen, um hier den drei Hennen Gesellschaft zu leisten.
Nun hat er sich mit den drei Weibchen gepaart, die dann ihre grünlichen Eier in ein gemeinsames Nest legten. Wie bei Nandus üblich, übernimmt das Männchen allein das Ausbrüten der Eier und wird sich später auch allein um die Küken kümmern. Für die Hennen ist es das erste Mal, dass sie Eier gelegt haben. Ob diese befruchtet sind und tatsächlich Küken schlüpfen werden, bleibt noch abzuwarten.
Darwin-Nandus unterscheiden sich nur wenig vom großen Nandu – in Anpassung an seinen Lebensraum, strauchbestandene Habitate, läuft der Darwin-Nandu mit horizontal vorgestrecktem Hals und angelegten Flügeln, um nicht durch die Vegetation behindert zu werden.
Es gibt zwei geographisch voneinander getrennte Verbreitungsgebiete: Das größere umfasst den Süden Argentiniens und Chiles, also Patagonien und die südlichen Anden. Ein weiteres Vorkommen gibt es nördlich davon, in den Hochanden im Grenzgebiet von Bolivien und Chile.
Obwohl sich das Verbreitungsgebiet des Darwin-Nandus mit dem des Großen Nandus überschneidet, bevorzugen Darwin-Nandu Strauch- und Buschland, in dem die große Art nicht vorkommt. Er lebt auch auf den Hochebenen der Anden in Höhen von 3500 bis 4500 m. In Patagonien kommt er bis in die kalt-gemäßigten Zonen an der Südspitze vor. Auf Feuerland wurde er 1936 durch den Menschen eingeführt.
Grüner Zoo: Wo ist der Nandu-Hahn?
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