Es geht um Vielfalt, um den Erhalt von Sprachen beim „Tag der Muttersprache“, der am heutigen Mittwoch (21. Februar) begangen wird. Auf Vorschlag der UNESCO haben die Vereinten Nationen den 21. Februar als Internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen und erinnert damit an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache. Sprachenvielfalt und Gebrauch der Muttersprache sollen gefördert und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen gestärkt werden.

3 000 Sprachen bedroht

Er wird seit dem Jahr 2000 jährlich begangen. Nach Einschätzung der UN-Organisation sind von den rund 6.000 Sprachen, die heute noch weltweit gesprochen werden, rund die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Vor allem Minderheitensprachen haben es schwer. In Deutschland fallen laut Wikipedia Nordfriesisch, Saterfriesisch, Dänisch, Sorbisch, Wendisch und Romani unter die Definition einer Minderheitensprache. Regionalsprache ist beispielsweise Plattdeutsch, das seit 1994 zusätzlich als Minderheitensprache anerkannt ist, oder Kölsch.

Sind beispielsweise die verschiedenen Wuppertaler Platt-Varianten als Dialekte oder Mundarten einzustufen, so gilt das in Köln und seinem Umland gesprochene „Kölsch“ als Regionalsprache, auch Regiolekt genannt. Die ist zwischen Standardsprache und Dialekt als weitere Sprachstufe angesiedelt. Seine Basis ist Deutsch, die Sprecher wenden aber bestimmte Aussprachemerkmale des Kölschen an. Dann wird das „J“ im Anlaut zu „G“, und das „ch“ wird wie „sch“ ausgesprochen oder „t“ wird statt „s“ in Wörtern wie „dat“, „wat“ oder „et“ gesprochen. Dazu gehört auch der Wegfall des „t“ am Wortende, so dass es „sin“, „un“ oder „jetz“ heißt.

  • Wer von euch spricht noch eine der vielen Wuppertaler Plattvarianten?