Hirscheber-Weibchen „Dua Hati“ wohnt jetzt in Köln

Foto: Grüner Zoo Wuppertal/Filipe von Gilsa

Das Hirscheber-Weibchen „Dua Hati“, das am 4. Februar 2022 im Grünen Zoo Wuppertal zur Welt kam, hat vor Kurzem im Kölner Zoo eine neue Heimat gefunden: es ist ein Umzug für die Arterhaltung. In Köln wurde „Dua Hati“ schon erfolgreich mit dem gleichaltrigen Hirscheber-Männchen „Kopa“ zusammengeführt. Gemeinsam sollen die beiden nun für Nachwuchs sorgen, um so zur Erhaltung ihrer bedrohten Art beizutragen – erste Deckversuche wurden bereits beobachtet.
Nach dem Umzug von „Dua Hati“ leben im Grünen Zoo nun noch fünf Sulawesi-Hirscheber, die vier Weibchen „Yala“, „Kalia“, „Kendari“ und „Franzi“ sowie das Männchen „Manni“.

Hirscheber gehören zur Familie der Schweine und kommen ausschließlich auf der indonesischen Insel Sulawesi sowie einigen vorgelagerten Inseln vor. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft sie auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten als gefährdet ein.
Dieser Bedrohungsstatus könnte sich jedoch bald verschärfen, denn neben der Zerstörung ihres Lebensraums und der Bejagung stellt aktuell vor allem die Afrikanische Schweinepest eine akute Gefahr für die Tiere dar. In den letzten Monaten gab es an den Beobachtungspunkten auf Sulawesi leider keine Sichtungen lebender Hirscheber mehr. Im schlimmsten Fall könnte dies bedeuten, dass die Art in der Natur ausgestorben ist.

Genau deshalb ist der Aufbau einer stabilen Reservepopulation in Zoos so entscheidend. Diese Tiere in menschlicher Obhut könnten eines Tages die Grundlage für Auswilderungsprojekte bilden und so das Überleben der Hirscheber sichern.

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