Nicht nur an den Schulen und in den Sporthallen, sondern auch an der Historischen Stadthalle nutzt das Gebäudemanagement der Stadt die Sommerferien für Sanierungsarbeiten. An der Nordfassade wird aktuell ein kleiner Teil der Galerie angegangen, um zu verhindern, dass dort die tragenden Natursteine noch mehr Schaden nehmen.
Der obere Teil der Galerie des im Jahr 1900 eröffneten und einzigen erhaltenen historischen Veranstaltungsorts in Wuppertal wird gehalten von acht Doppelsäulen und darauf ruhenden Natursteinträgern. Diese sind nach oben hin so abgeschrägt, dass zwischen ihnen weitere Natursteinträger eingehängt sind.
Einer dieser Einhängeträger war jedoch verrutscht und drückte auf den benachbarten Träger, wodurch dieser Risse bekommen hat. Bisher wurde die betreffende Stelle über ein Gerüst abgestützt, aber bei einer der routinemäßigen Fassadenbefahrungen ist aufgefallen, dass die Lagerhölzer aufgrund der langanhaltenden Trockenheit im Frühjahr geschrumpft sind und daher keine Stütze mehr bieten.
Fünf Wochen haben die beauftragten Firmen nun Zeit, den fast zwei Tonnen wiegenden Einhängeträger wieder in seine angestammte Position zu bringen. Dafür wird ein Autokran zum Einsatz kommen. Zuvor muss aber alles, was sich über dem betreffenden Träger befindet, entfernt werden – vom eisernen Geländer der Galerie über deren Bodenfliesen bis zu den aufliegenden Sandsteinblöcken. Und damit bei dieser Aktion der benachbarte Träger nicht kippt, muss dieser ebenfalls gesichert werden, genauso wie auch die Verglasung der Galerie.
Im kommenden Jahr soll dann, die Förderung durch den Bund vorausgesetzt, in einem ersten Bauabschnitt an der Südfassade mit der Gesamtsanierung der Historischen Stadthalle begonnen werden.
Historische Stadthalle: Teilsanierung der Nordfassade
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