Ganz im Zeichen der großen Manet-Ausstellung steht derzeit das Wuppertaler Von der Heydt-Museum. Sie läuft noch sieben Wochen bis zum 25. Februar. Doch auch für die Zeit danach gibt es weiterhin gute Gründe für die Kunstliebhaber das Museum am Turmhof in der Elberfelder City zu besuchen. Das Programm für 2018 sieht Ausstellungen vor, die Jankel Adler und Paula Modersohn-Becker, gewidmet sind.

Den Anfang macht „Jankel Adler – Der Revolutionär und die Avantgarde des 20. Jahrhunderts“ vom 17. April bis 12. August. Adler, geboren 1895 in Lodz, gilt als wichtiger Repräsentant und Impulsgeber der Moderne. Er stand im Mittelpunkt der künstlerischen Avantgarde der 1920er Jahre und war eine ihrer treibenden Kräfte. Seine mystisch geheimnisvolle Kunst, in deren Mittelpunkt die Suche nach einem existenziellen Menschenbild steht, fasziniert bis heute.

Zweieinhalb Monate nach Ende der Adler-Ausstellung, am 30. Oktober, öffnet dann bis zum 24. Februar 2019 „Aufbruch zur Freiheit – Das Zeitalter der Aufklärung“. Gezeigt wird Frankreich im 18. Jahrhundert zwischen Absolutismus und Aufklärung, zwischen revolutionären Ideen und der Beharrungskraft etablierter Kräfte. Als die Werke verbindendes Glied dienen Emmanuel Herzog von Croÿs Tagebuchaufzeichnungen, die helfen, die damaligen Verhältnisse zu rekonstruieren.

Mehr als 20 Werke von Paula Modersohn-Becker besitzt das Von der Heydt-Museum. Damit befinden sich in Wuppertal die zweitmeisten Werke der früh verstorbenen Verfechterin des Expressionismus. In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Rijksmuseum Twente aus Enschede werden Modersohn-Beckers Arbeiten vom 9. September bis 6. Januar 2019 gezeigt.