Millionenförderung für Umgestaltung am Alten Markt verfällt

Photo by fotoblend on Pixabay



Die geplante Neugestaltung des Vorplatzes an der Schwebebahnstation Alter Markt muss ohne die ursprünglich zugesagten Städtebaufördermittel umgesetzt werden. Nach Angaben der Stadt kann die Frist für die Verwendung der rund 1,2 Millionen Euro nicht verlängert werden. Damit verliert Wuppertal die Förderung für das Projekt in Barmen endgültig.

Hintergrund ist die verspätete Sanierung der Schwebebahnhaltestelle Alter Markt. Die Bauarbeiten sollen erst im Sommer beginnen und damit rund ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Ausschlaggebend für die Verzögerung ist die notwendige Erneuerung des Hallendachs, deren Umfang sich erst nach einem Gutachten Anfang 2026 vollständig abzeichnete.

Die Umgestaltung des Vorplatzes sollte ursprünglich unmittelbar im Anschluss an die Sanierung erfolgen. Aufgrund des verschobenen Zeitplans beantragte das Zentrale Fördermittelmanagement der Stadt eine Verlängerung der Förderfrist. Diese wurde jedoch abgelehnt, da die Finanzierung des Fördergebiets Barmen Ende 2027 ausläuft.

Im Barmer Stadtbezirk stößt die Entwicklung auf deutliche Kritik. Bezirksbürgermeister Detlef-Roderich Roß wirft der Verwaltung vor, zu spät auf die absehbaren Verzögerungen reagiert zu haben. Bereits 2024 sei bekannt gewesen, dass sich die Arbeiten verschieben würden. Die spätere Erkenntnis über die notwendige Dachsanierung habe die Situation zusätzlich verschärft.

Die Umgestaltung des Platzes galt seit Jahren als zentrales Stadtentwicklungsprojekt für Barmen. Geplant waren zusätzliche Grünflächen, neue Sitzmöglichkeiten sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Ziel war es zudem, den Bereich stärker vom Straßenverkehr abzuschirmen und klimaangepasst umzugestalten.

Bereits 2022 hatte die Bezirksvertretung das Vorhaben als Schlüsselprojekt beschlossen. Zwei Jahre später folgte eine Forschungskooperation mit der Technische Hochschule Köln. Ergänzend wurde ein temporärer Pop-up-Park mit Sitzmöbeln und Aufenthaltsflächen eingerichtet, um Erkenntnisse für die spätere Planung zu gewinnen.

Trotz des Wegfalls der Förderung hält die Stadt an einer Umgestaltung des Vorplatzes fest. Nach Abschluss der Sanierung der Schwebebahnhaltestelle sollen zentrale Elemente der bisherigen Planungen weiterhin umgesetzt werden. Dazu zählen zusätzliche Begrünung, entsiegelte Flächen und neue Aufenthaltsbereiche.

Die Finanzierung soll nun in reduziertem Umfang durch alternative Mittel der WSW mobil sowie der Stadt erfolgen. Aufgrund der angespannten Haushaltslage wird der finanzielle Spielraum allerdings deutlich geringer ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Derzeit prüft die Verwaltung, welche Maßnahmen unter den veränderten Rahmenbedingungen realisiert werden können.

Die Arbeiten an der dauerhaften Neugestaltung sollen nach aktuellem Stand unmittelbar an die Sanierung der Schwebebahnhaltestelle anschließen und voraussichtlich Anfang 2028 beginnen.

Das könnte Dich auch interessieren

Hochkarätiger Comedy-Abend im Barmer Bahnhof

Beschädigte Busscheibe auf der Briller Straße – Polizei sucht Zeugen

Verkehrsunfall auf der A43 am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord