Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und ein wertvolles Gut. Daher ist es wichtig, das Rohwasser in Trinkwassertalsperren besonders zu schützen. Der Wupperverband hat nun an den beiden Trinkwasserspeichern Große Dhünn- und Kerspe-Talsperre verschiedene Optimierungen umgesetzt. Diese führen einerseits zu einer Erhöhung des Sicherheitsstandards dieser Anlagen als kritische Infrastrukturen und andererseits zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Die Zufahrten zu den Betriebshöfen Lindscheid und Loosenau des Wupperverbandes und zum Staudamm der Großen Dhünn-Talsperre waren bereits durch Tore gesichert. Sie wurden jetzt erneuert und mit einer verbesserten Kameratechnik zur Überwachung während und auch außerhalb der Betriebszeiten ausgestattet.
Als neue Maßnahme hat der Talsperrenbetrieb an beiden Seiten auf dem Staudamm Poller installiert, sodass der Staudamm für betriebliche Zwecke oder von Einsatzkräften mit PKW oder Transportfahrzeugen ab jetzt nur noch in absoluten Ausnahmefällen befahren werden kann. Auch die Fahrzeuge des Wupperverbandes nutzen für alltägliche Betriebsfahrten nun als Alternative die Strecke über die Loosenau unterhalb des Staudamms, um auf die andere Seite zu gelangen.
Der Staudamm der Großen Dhünn-Talsperre liegt als Bestandteil der Wasserschutzzone 1 der Trinkwassertalsperre im sensibelsten und schutzwürdigsten Bereich. Für die Öffentlichkeit ändert sich nichts: Wanderinnen und Wanderer, Radfahrende, Menschen mit Kinderwagen oder im Rollstuhl können den Staudamm weiterhin genauso passieren wie vorher.
Am Betriebsstandort der Kerspe-Talsperre in Großfastenrath Wipperfürth hat der Wupperverband eine moderne Toranlage mit Kamera installiert, somit ist dieser Betriebsbereich nicht mehr für Spaziergängerinnen und Spaziergänger zugänglich. Der bislang über das Gelände des Betriebshofs geführte Wanderweg X3 wurde verlegt: Der Wupperverband hat hier eine komfortable Umleitung um das Betriebsgebäude herum gestaltet. Die neue Strecke ist am Tor und am Weg ausgeschildert. Es entsteht also keine Lücke, die Wegeführung wurde lediglich angepasst.
Die Anlagensicherheit für den Betriebshof und die dort untergebrachten Geräte und Fahrzeuge wurde damit weiter optimiert. Außerdem ist es eine Verbesserung der Verkehrssicherheit, dass nun Spaziergängerinnen und Spaziergänger nicht mehr den Fahrweg von Forstfahrzeugen kreuzen.
Neue Toranlagen und Wegeführung an Großer Dhünn- und Kerspe-Talsperre
Blick vom Staudamm der Großen Dhünn-Talsperre in Richtung Tosbecken und Unterlauf der Dhünn (Foto: Wupperverband)