Teilen und Tauschen ist das neue Kaufen. Die Bergische Universität Wuppertal hat den Trend erkannt und geht mit einem neuen Projekt an den Start: „Sharing City Wuppertal“. Auch Konsumgüter- und Kaffehändler Tchibo hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet seit kurzem Baby- und Kinderkleidung sowie Umstandsmode auf Mietbasis an.

Wie kann Sharing unsere Städte sozialer und nachhaltiger machen? Und wie könnte eine „Sharing City Wuppertal“ aussehen? Um Fragen wie diese geht es in dem neuen Forschungsprojekt, das das Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit der Uni in den nächsten viereinhalb Jahren gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) durchführt. Die Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt findet am Freitag (2. Februar im Bahnhof Blo, Boulder Café (Wiesenstr. 118) statt. Der öffentliche Teil der Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Interessierte sind herzlich willkommen.

Beispiel für Sharing-Angebote

„Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir die konkreten Perspektiven für Wuppertal rund um das Thema Teilen und Tauschen diskutieren. Es wird außerdem die Möglichkeit geben, verschiedene Wuppertaler Beispiele für Sharing näher kennenzulernen und auch ganz praktisch auszuprobieren, unter anderem Foodsharing, Kleidertausch, Carsharing und vieles mehr“, erklärt Projektleiterin Dr. Karoline Augenstein von TransZent.

Das Konzept der „Urban Sharing Society” geht davon aus, dass sich Ansätze der Sharing Economy auf nachhaltigere Weise entwickeln lassen, wenn sie in konkrete Stadtentwicklungskontexte eingebettet sind. Daher wird die Forschergruppe eng mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und lokaler Politik zusammenarbeiten. Das transdisziplinäre Forschungsprojekt wird als Nachwuchsgruppe im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung vom Bundesministerium für Bildung Forschung (BMBF) finanziert.