Es ist ein Ärgernis, das im dreimonatlichen Rhythmus wiederkehrt. Eine endlos scheinende Kolonne von Lieferfahrzeugen der „Sprinter-Klasse“ kreist in den Wohngebieten am Abend vor der Sperrabfuhr. Der meist ordentlich hinausgestellte und aufgestapelte Müll wird durchwühlt und über den gesamten Gehsteig – teilweise auch die Fahrbahn – verstreut. Dem entgegenzuwirken hat das Ordnungsamt angekündigt.

Dazu sollen mehr Kontrollen gegen Sperrmüll-Sammler durchgeführt werden. „Da das Durchsuchen des zur Abfuhr bereitgestellten Sperrmülls seit Längerem ein erhebliches Ärgernis darstellt, weil es insbesondere zu nächtlichen Ruhestörungen, aber auch häufig zu erheblichen Verunreinigungen führt, haben sich die AWG und die Ordnungsbehörde darauf verständigt, die Kontrollen zu intensivieren“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage, die jüngst im Ordnungsausschuss diskutiert wurde. Für das Jahr 2018 sind rund 200 Kontrollen zu unregelmäßigen Zeiten geplant. Dazu sollen keine zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt werden. Vielmehr strebt die Stadt an, die Zahl der Ausbildungsplätze beim Ordnungsdienst zu erhöhen, um so mittelfristig den Personalbestand ausweiten zu können.

Das Durchwühlen und Stehlen des Sperrmülls kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro bestraft werden.