In Wuppertal hat sich die Wupper am Donnerstag auffällig neongrün verfärbt. Zunächst wurde vermutet, dass die ungewöhnliche Färbung im Zusammenhang mit technischen Überprüfungen des städtischen Abwassersystems stehen könnte. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Aktion Teil eines politischen Protests war.
Verantwortlich ist die Bewegung Extinction Rebellion, die nach eigenen Angaben zeitgleich in 17 deutschen Städten ähnliche Aktionen durchgeführt hat, darunter auch in Berlin und Hamburg. Ziel der Proteste ist es, Kritik an der aktuellen Energiepolitik sowie an aus Sicht der Aktivisten irreführenden Maßnahmen im Bereich Klimaschutz öffentlich sichtbar zu machen.
Für die Färbung des Flusses wurde der Farbstoff Uranin verwendet. Nach Angaben der Organisation gilt dieser in der eingesetzten Konzentration als biologisch unbedenklich. Demnach lag die Menge des Stoffes zwischen 0,1 und 1 Gramm pro Kubikmeter Wasser. Eine Gefährdung der Flussbiologie bestehe dadurch nicht.
Die intensive Grünfärbung soll bereits nach wenigen Stunden deutlich nachlassen und nach kurzer Zeit vollständig verschwinden.
Protestaktion färbt Wupper in Neongrün
Daniel H/CCA