Das Schauspiel Wuppertal lädt theaterbegeisterte Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren ein, an der Inszenierung von Peter Handkes außergewöhnlichem Werk „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“ teilzunehmen. Gesucht werden Talente, die Seite an Seite mit professionellen Ensemblemitgliedern auf der Bühne stehen und unter fachkundiger Regie sowie Choreografie ein Teil des kreativen Prozesses werden möchten.
Voraussetzungen und Probenzeiten
Interessierte müssen volljährig sein und Freude an Bewegung sowie körperlichem Ausdruck mitbringen. Außerdem wird erwartet, dass sie sich auf einen intensiven und kreativen Probenprozess einlassen können. Die Proben finden an folgenden Zeiträumen statt:
- 26. Mai bis 7. Juni 2025
- 16. September bis 10. Oktober 2025
Die Probenzeiten sind jeweils abends von 18 bis 22 Uhr unter der Woche und samstags von 13 bis 18 Uhr. Die Premiere ist für Samstag, den 11. Oktober 2025, geplant, gefolgt von mindestens sechs weiteren Aufführungen im Oktober und November 2025.
Castingtermine und Anmeldung
Die Castingtermine sind für Februar und März 2025 vorgesehen. Nach Eingang der Anmeldungen werden die genauen Termine per E-Mail bekanntgegeben. Wer mitmachen möchte, kann sich bis zum 31. Januar 2025 per Mail an theaterpaedagogik@wuppertaler-buehnen.de anmelden.
Über das Stück
Peter Handkes „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“ ist ein außergewöhnliches Theaterstück, das gänzlich ohne gesprochene Worte auskommt. Es entfaltet seine Wirkung durch die Poesie von Bewegung, Licht, Farben und Bildern. Im Zentrum steht ein Platz in einer Stadt, der zur Bühne alltäglicher Begegnungen wird und dabei das menschliche Miteinander in all seinen Facetten beleuchtet.
Handke, geboren am 6. Dezember 1942 in Griffen, Kärnten, ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Er wurde 2019 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. In seinem umfangreichen Werk thematisiert er häufig die Entfremdung zwischen Individuum und Umwelt sowie die Wirkung von Sprache und Wahrnehmung. Bekannt wurde er in den 1960er Jahren durch Werke wie „Publikumsbeschimpfung“ und „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“. Handkes politische Stellungnahmen, insbesondere seine Haltung zu den Jugoslawienkriegen, führten zu anhaltenden Kontroversen, die sein Schaffen bis heute begleiten.