Schienenersatzverkehr ab 6. Februar: Was Bahnreisende in Wuppertal wissen müssen

Wtotal/CCA


Mit dem Start der Generalsanierung auf der Bahnstrecke zwischen Hagen und Köln am 6. Februar kommt es in Wuppertal bis zum 10. Juli zu weitreichenden Einschränkungen im Zugverkehr. In mehreren Bauphasen werden Regional- und Fernzüge ganz oder teilweise eingestellt. Für Pendler und Reisende bedeutet dies, dass sie über längere Zeiträume überwiegend auf einen umfangreichen Schienenersatzverkehr mit Bussen angewiesen sind.
Für den Ersatzverkehr setzt die Deutsche Bahn bis zu 200 Busse auf zwölf Linien ein. In Spitzenzeiten sind rund 430 Fahrer im Einsatz, die zuvor auf den Strecken geschult wurden. Die Busse sind einheitlich gekennzeichnet, barrierefrei ausgestattet und verfügen über kostenloses WLAN sowie USB-Steckdosen. Ab Freitagabend steht zusätzlich eine digitale Echtzeitkarte zur Verfügung, mit der sich die Busse live verfolgen lassen. Abfahrtszeiten und Haltestellen können bereits jetzt über den DB Navigator und die Apps der regionalen Verkehrsverbünde abgerufen werden. Da nicht alle Ersatzbusse direkt an den Bahnhöfen halten, werden teilweise nahegelegene Ersatzhaltestellen genutzt, die nach Angaben der Bahn gut ausgeschildert sind.
Eine vollständige Sperrung der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln erfolgt in drei Zeiträumen: vom 6. bis 20. Februar, vom 20. März bis 3. April sowie vom 15. Mai bis 12. Juni. Insgesamt summieren sich diese Abschnitte auf rund acht Wochen. In den übrigen Zeiträumen gelten Teilsperrungen, die insbesondere den Fernverkehr sowie Teile des Regionalverkehrs betreffen. Regional- und S-Bahn-Linien verkehren dann mit reduziertem Angebot, unter anderem in Richtung Düsseldorf.
Die Auswirkungen der Bauarbeiten sind auch im Wuppertaler Hauptbahnhof spürbar. Während der Vollsperrungen ist der Südsteg für Fußgänger nicht nutzbar, weitere Einschränkungen können hinzukommen. Händler rechnen daher mit deutlich geringerer Kundenfrequenz, da ein großer Teil der Laufkundschaft aus Reisenden besteht. Personalabbau ist derzeit nicht vorgesehen, frei werdende Stellen sollen jedoch vorübergehend nicht neu besetzt werden. Die meisten Geschäfte im Hauptbahnhof, die zu größeren Ketten gehören, planen aktuell keine Änderungen bei Öffnungszeiten oder Betrieb und wollen den regulären Ablauf zunächst beibehalten.
Der Schienenersatzverkehr bedient im Stadtgebiet unter anderem Haltestellen an der Historischen Stadthalle in Nähe des Hauptbahnhofs, an der Berliner Straße in Oberbarmen, an der Bahnstraße in Vohwinkel, an der Siegfriedstraße am Zoologischen Garten, am Hans-Dietrich-Genscher-Platz in Barmen sowie an weiteren Standorten wie Sonnborn, Unterbarmen, Ronsdorf, Steinbeck und Langerfeld.
Während der Vollsperrungen kommen Schnellbusse für die Regional-Express-Linien sowie Ersatzbusse für S-Bahn- und Regionalbahnverbindungen zum Einsatz. Die Schnellbusse halten nur an zentralen Knotenpunkten, während die Ersatzbusse alle regulären Zwischenhalte bedienen. Die Taktungen reichen je nach Linie von zehn bis 60 Minuten, nachts und zu Randzeiten gelten längere Abstände. Bei Teilsperrungen bleiben die Ersatzverkehre bestehen, werden jedoch in Umfang und Taktung angepasst, insbesondere auf den Verbindungen Richtung Solingen und Köln-Mülheim.
Aktuelle Informationen zu Fahrplänen, Ersatzhaltestellen und kurzfristigen Änderungen stellt die Bahn online über ihre Informationsportale zur Generalsanierung und über das landesweite Zug-Informationssystem bereit. Reisenden wird empfohlen, sich vor Fahrtantritt regelmäßig über den aktuellen Stand zu informieren.

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